03.12.2019 - 12:13 Uhr
KemnathOberpfalz

Ramadama mit Rumpelstilzchen

Sogar der Märchenwald ist vermüllt: Eine sechste Klasse der Kemnather Realschule weist mit einem Theaterstück auf die Abfallproblematik in der realen Welt hin.

Viel Beifall bekamen die Schüler und Schülerinnen der Klasse 7f für bei der Uraufführung des Müllmärchens in der Turnhalle der Realschule.
von Josef ZaglmannProfil

"Rumpelstilzchen 2.0" hieß das Müllmärchen, das am Montag in der Realschulturnhalle uraufgeführt wurde. Zuschauen durften die dritte und vierte Klasse der Grundschule aus Speinshart.

Mit diesem Theaterstück mit sieben Szenen wollten die Schüler der Klasse 6f mit ihren Lehrkräften Simone Lindner und Miriam Schraml die Zuschauer wachrütteln und sie auf die Müllproblematik aufmerksam machen. Das Königreich ist total verschmutzt. Zu viel Plastik müllt den Märchenwald zu. Der König (Angelina Lorenz, 6f) beauftragt seine Frau, die Königin (Anna König, 6f), das Problem zu lösen. Bei ihrer Odyssee trifft sie die verschiedensten Grimm'schen Märchenfiguren und erkennt dadurch den Ernst der Lage. Rapunzel (Lisa Schraml, 6f) kann ihr Haar nicht mehr herunterlassen, da es durch Mikroplastik im Wasser verfilzt ist, der Froschkönig (Amelie Schäfer, 6f) findet seine goldene Kugel in seiner trüben Brühe nicht mehr und die sieben Zwerge können nicht mehr in ihrem Bergwerk arbeiten, da es nur so überquillt mit Plastikmüll.

Schließlich begegnet die Königin dem Rumpelstilzchen (Emily Greger, 6f), das mit seinem neuen Spinnrad "Solarspin 2.0" beginnt, aus Plastikbehältern Glas und aus Plastiktüten Stofftüten zu spinnen.

"Wenn wir nicht bald handeln, dann vielleicht nicht mehr lange", ist der letzte Satz des Erzählers. Am Ende der mitreißenden Aufführung entrollen einige Siebtklässler ein großes Banner mit der Aufschrift "Global denken - lokal handeln - Save the Planet".

Aus einer flüchtigen Idee beim gemeinsamen Wandertag im vorherigen Schuljahr hatten die beiden Lehrkräfte in den Sommerferien das Drehbuch geschrieben und ein Konzept erarbeitet. Seit September war die Truppe fleißig am Proben. In Zusammenarbeit mit den Fächern Kunst (Bühnenbild, Yvonne Polsfuß) und Musik (Eva Heinrich) entstand nach und nach ein Gesamtwerk, das sogar als von den Schülern gestaltetes Pixiebuch gedruckt und veröffentlicht werden soll.

Großer Dank gilt den Eltern der Klasse 6f, ohne deren Bereitschaft und Verständnis die vielen Probenachmittage nicht möglich gewesen wären. Die zweite Aufführung war einen Tag später beim Weihnachtsbasar.

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