14.02.2020 - 13:53 Uhr
KemnathOberpfalz

Raus aus der Sorgenfalle

Über eine ungewöhnlich große Zahl von Zuhörern freute sich Rita Ponnath im Landgasthof Busch in Kötzersdorf. Sie alle wollten die Ordensschwester Teresa Zukic sehen und hören.

„Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer wieder Ihre Sorgen für einen Moment vergessen oder befreiter damit umgehen können“ sagte Schwester Teresa bei ihrem Vortrag in Kötzersdorf.
von Josef ZaglmannProfil
„Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer wieder Ihre Sorgen für einen Moment vergessen oder befreiter damit umgehen können“ sagte Schwester Teresa bei ihrem Vortrag in Kötzersdorf.

"Liebe, lebe, lache und sag den Sorgen gute Nacht", war das Thema ihres Vortrages, zu dem CSU, CLU und Frauen-Union eingeladen hatten. Leonhard Zintl hatte ihn ermöglicht.

Millionen von Deutschen sei die Ordensfrau durch Fernsehauftritte, Musicals, Gottesdienste, Vorträge und Bücher bekannt, erklärte Ponnath einleitend. Sie verbindet Redetalent, Humor und Begeisterung für den Glauben zu einer mitreißenden Persönlichkeit. Für ihre bis zu 170 Vorträge im Jahr legt sie mit ihrem Auto über 70 000 Kilometer zurück.

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: In ihrer Jugend war sie sehr sportlich. "Ich war Meisterin im Fünfkampf bei den Badischen Mehrkampfmeisterschaften", erzählte sie. Zum Beweis zeigte sie Bilder aus ihrer sportlichen Vergangenheit. Durch Zufall entdeckte sie eine Bibel und begann darin zu lesen.

Beim Satz: "Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen", habe sie die Nähe Gottes gespürt. Sie beendete sie ihre sportliche Laufbahn, ließ sich taufen und entdeckte die heilsame Kraft des christlichen Glaubens. Bald wurde sie als "Skateboard fahrende Nonne bekannt.

Schönes nicht mehr würdigen

"Wir machen uns zu viele Sorgen", bedauerte sie. "Viel zu oft gehen wir in die Sorgenfalle." Manche Leute dächten so oft an all das Unschöne, das ihnen zustoßen könnte. Dabei könnten sie das Schöne, das sie tagtäglich erlebten, gar nicht mehr richtig würdigen. "Wir sind Weltmeister im Jammern", meinte Schwester Teresa. Durch Umdenken, Gedankenhygiene und Achtsamkeitsmeditation sollten wir unsere Gedanken neutralisieren. "Gib den negativen Gedanken keine Macht", forderte sie. Besser als Sorgen- seien Lachfalten. Negative Gedanken führten zu negativen Gefühlen. Immer wieder schlug die Rednerin Übungen aus der Lachtherapie vor, so dreimal langsam durch die Nase ein- und durch den Mund wieder ausatmen. Zwischendurch erzählte sie zur Auflockerung einen Witz oder ein lustiges Erlebnis. Mit ihrer mitreißenden Art, biblischen Geschichten und persönlichen Anekdoten zeigte sie , dass der Glauben alles andere als langweilig ist. "Der beste Mutmachkick ist die Bergpredigt." Sie mache Mut: "Sorgt euch nicht."

Die größte Angst habe der Mensch vor dem Sterben. "Sterben tut nicht weh", "Der Tod befreit von Schmerzen" "Sterben kann jeder", "Du kannst nur einmal sterben", "Der Tod gibt dem Leben einen Sinn" und "Beim Sterben wird uns nicht etwas genommen, sondern es wird verwandelt" waren einige beruhigenden Gründe, vor dem Tod keine Angst zu haben.

Ratschläge für erfülltes Leben

"Hass vergiftet mich selber, nicht den anderen" und "Selbst im Tod noch Humor haben", "Wenn ich gehen muss, möchte ich fröhlich sein" und "Gut für sich selber sorgen" waren einige Impulse, die zum Nachdenken anregen sollten.

"Lebe dankbar, lerne lachen, lache mehr, liebe leidenschaftlich und großzügig" waren ihre Ratschläge für ein erfüllteres Leben. Zum Abschluss griff sie zum Mikrofon und trug ein dazu passendes Lied vor. Ponnath und Zintl dankten der fröhlichen Ordensfrau mit einem Blumenstrauß. Bereitwillig signierte sie ihre Bücher, die einige Zuhörer gekauft hatten.

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