"Mittlerweile sind 10 132 Personen mit über 40 000 Geschäftsanteilen Mitglied der regionalen Genossenschaft, womit nahezu jeder dritte Einwohner in unserem Geschäftsgebiet Mitglied ist", sagte Geyer. Die Idee und die Werte einer Genossenschaft seien somit nach wie vor attraktiv. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder beliefen sich zum Bilanzstichtag auf knapp über acht Millionen Euro.
Die Bilanzsumme habe sich um 14 Millionen Euro auf 470 Millionen Euro erhöht. Das im Vorjahr prognostiziere Wachstum habe damit die Planungen mehr als übertroffen. Die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG nimmt im Ranking der Oberpfälzer Genossenschaftsbanken die Rangstelle 11 von insgesamt 26 Banken ein, im Ranking der Bayerischen Genossenschaftsbanken Platz 99 von 236 Banken.
"Das betreute Kundenvolumen Aktiv und Passiv bei den Verbundpartnern beträgt mittlerweile stolze 893 Millionen Euro", sagte Geyer. Die bilanziellen Forderungen an Kunden wuchsen auf über 212 Millionen Euro an, was ein prozentuales Plus in Höhe von 3,70 Prozent ausmacht. Das Kreditwachstum bezeichnete Geyer als gesund und organisch gewachsen. Der Vorstand berichtete über keine nennenswerte Forderungsausfälle in den vergangenen Jahren.
Neue Investition
In einer Wachstumsoffensive für Baufinanzierungen bietet die Bank neue Produkte wie einen Zinslangläufer mit einer Zinsfestschreibung bis zu 15 Jahre an. "Wir sind ein verlässlicher Finanzierungspartner rund um das Thema Wohnen", betonte der Vorstand.
Die Eigenanlagen der Bank betrügen zum Bilanzstichtag 214 Millionen Euro und bewegten sich auf dem gleichen Niveau wie das Kundenkreditvolumen. Bei den Sachanlagen seien Investitionen in Höhe von einer Million Euro getätigt worden, davon entfielen rund 800 000 Euro im Jahr 2018 auf eine Neuinvestition in die Raiffeisen-Markt Waren GmbH bei der Erweiterung der Siloanlage im Gewerbepark Erbendorf. Die Kundeneinlagen betrügen laut Geyer 393 Millionen Euro, eine Steigerung um satte 4,50 Prozent. Anleger würden nach wie vor langfristige Geldanlagen vermeiden und liquide Anlageformen bevorzugen.
"Eine solide Eigenkapitalausstattung ist nicht nur wichtig zur Erfüllung von europäischen Richtlinien, sondern auch für das Vertrauen in unsere Bank", leitete der Vorstand zur wichtigsten Bilanzposition über. Alle derzeitigen und mittelfristigen Eigenkapitalforderungen hätten problemlos erfüllt werden können. Das erwirtschaftete und versteuerte Eigenkapital der Genossenschaft betrage mittlerweile über 35 Millionen Euro und sei alleine in den vergangenen fünf Jahren um rund sieben Millionen Euro angestiegen.
Komplette Hausbank
Bei der Gewinn- und Verlustrechnung mache sich das seit Jahren andauernde niedrige Zinsniveau wieder bemerkbar. Bei der Provisionsspanne liege man über dem Niveau des Durchschnitts der Bayerischen Genossenschaftsbanken. "Ein signifikanter Ausdruck, dass unsere Kunden ihre Genossenschaft als komplette Hausbank nutzen, was nicht zuletzt das Ergebnis der jahrelangen kompetenten und vertrauensvollen Kundenbetreuung unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist."
Nach einer Vorwegzuweisung in die gesetzlichen und freien Rücklagen schlug Geyer den Vertretern eine Dividende in Höhe von einem Prozent auf die eingezahlten Geschäftsguthaben vor. "Unter Berücksichtigung des Mitgliederbonus' erzielen wir für unsere treuen Mitglieder somit aktuell eine Durchschnittsrendite von stattlichen 3,10 Prozent." Je nach Intensität der Geschäftsbeziehung könne diese Rendite sogar bis zu 10,50 Prozent betragen.
Mitgliedertag mit Mentalist
Die Steuerlast alleine aus der Einkommens- und Ertragssteuer sowie den sonstigen Steuern betrug rund 630 000 Euro. "Darin sind Gewerbesteuerzahlungen an unsere Städte und Gemeinden im Geschäftsgebiet über insgesamt 260 000 Euro enthalten." Wie jedes Jahr stellt die Bank wieder erhebliche Beiträge, zum Beispiel zur Förderung der Kultur oder für die Vereins- und Jugendarbeit, zur Verfügung. "2018 haben wir heimische Vereine und Einrichtungen sowie unsere Schulen mit insgesamt 55 600 Euro unterstützt", berichtete der Vorstand.
Geyer erinnerte an den Mitgliedertag in der Kemnather Mehrzweckhalle mit der A-Capella-Band "Sing-Out". Zum diesjährigen Mitgliedertag am Freitag, 27. September, in Grafenwöhr kommt der Mentalist Jakob Lipp. Der Dank des gesamten Vorstands galt allen Mitarbeitern, die mit viel Engagement gearbeitet und damit entscheidenden Anteil an dem Erfolg ihrer Raiffeisenbank haben.
Geyers Dank galt auch den Mitgliedern und Vertretern für ihr ehrenamtliches Engagement. Auch für das Vertrauen des Aufsichtsrates dankte er, namentlich bei dessen Aufsichtsratsvorsitzendem Hubert Kellner. Der altersbedingt ausgeschiedene Aufsichtsrat habe sehr viel Zeit und Mühe investiert.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.