26.02.2019 - 10:05 Uhr
KemnathOberpfalz

In der Ruhe liegt die Kraft

Beim Entspannungsseminar im Kemnather Familienzentrum Mittendrin bekommen die Teilnehmer wertvolle Tipps von einem Entspannungstrainer.

"Wer achtsam mit sich selbst umgeht, der kann lernen, sich im richtigen Moment Ruhe zu gönnen und so dem Burn-Out vorzubeugen“, betonte Entspannungstrainer Andreas Büttner.
von Josef ZaglmannProfil
"Wer achtsam mit sich selbst umgeht, der kann lernen, sich im richtigen Moment Ruhe zu gönnen und so dem Burn-Out vorzubeugen“, betonte Entspannungstrainer Andreas Büttner.

"Von Babys und kleinen Kindern können wir viel lernen", sagte eine Teilnehmerin des Workshops "Achtsamkeit für Eltern - in der Ruhe liegt die Kraft" im Familienzentrum Mittendrin. Sie besitzen nämlich die Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben und den Augenblick zu genießen, ganz ohne den störenden Einfluss ständiger Gedanken und Sorgen. "Diese Fähigkeit nennt man Achtsamkeit", erklärte Kursleiter Andreas Büttner. Achtsamkeit sei das Zauberwort für Ruhe, Gelassenheit, Gesundheit, Harmonie und Lebensfreude - also für einen Zustand, in dem man sich sehr wohl fühlt.

Sie sei die Grundlage innerer Ruhe. Leider gehe sie uns Menschen im Laufe der Kindheit verloren. "Wir können sie aber als Erwachsene wieder erlernen", betonte der Entspannungstrainer. "Dann merken wir, dass unser Leben noch aus viel mehr besteht als dem täglichen Alltagsstress."

"Ich möchte immer mehrere Sachen gleichzeitig erledigen und weiß nicht, was ich zuerst machen soll", klagte eine Kursteilnehmerin. Das war für Andreas Büttner das Stichwort, um eine Übung zu zeigen, die hilfreich ist, um zu entspannen: "Sagt nicht immer 'ich muss', sondern lieber 'ich möchte' oder 'ich tue'", schlug er vor. Immer wieder gab er Tipps, wie man für mehr Achtsamkeit im Alltag sorgen kann, um so bewusster und ausgeglichener zu sein. Mit Achtsamkeit bekomme das Leben eine andere Qualität.

"Ich bin eine Perfektionistin und will alles immer hundertprozentig erledigen", sagte eine Frau. "Weg mit dem Perfektionismus", riet der Meditationslehrer, "gestehe dir zu, dass du auch Fehler machen kannst." Aus Fehlern werde man nämlich klug. Weitere nützliche Ratschläge für mehr Achtsamkeit waren: "Die Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, nicht abblocken, sondern einfach vorbeiziehen lassen", "die Dinge so akzeptieren, wie sind, und nicht, wie sie sein sollen", "sich selber immer wieder etwas Gutes tun und sich nicht dauernd in die Pfanne hauen", "sich täglich Zeit zum Üben von Entspannungsmethoden nehmen", "sich am Anfang nicht zu viel vornehmen" und "nicht über Vergangenes oder Zukünftiges grübeln, sondern im Hier und Jetzt leben".

Einfühlsam ging Bittner auf die Wortmeldungen einzelner Kursteilnehmerinnen ein. Die fassten Vertrauen zu ihm, wurden lockerer und getrauten sich, ihre Probleme zum Ausdruck zu bringen. So kam es zu einem lockeren Erfahrungsaustausch, der mehr brachte als ein langer Vortrag. "Viel trinken" war ein wichtiger Ratschlag vom Burnout-Berater, "die meisten Menschen trinken einfach zu wenig."

Dass das Gähnen eine wirksame Übung zur körperlichen und seelischen Entspannung ist, konnten alle am eigenen Leib erfahren. "Gähnen lockert die Gesichtsmuskulatur, baut Stress ab und führt zur Ausschüttung von Glückshormonen im Gehirn", erklärte Andreas Büttner.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.