18.11.2018 - 13:22 Uhr
KemnathOberpfalz

Schäffler soll Nickl beerben

In der Klausurtagung des CSU-Ortsverbandes Kemnath macht es Werner Nickl offiziell: Bei der Kommunalwahl 2020 wird er - dann nach 18 Jahren - nicht mehr für das Amt des Rathauschefs antreten. Sein Nachfolger soll Roman Schäffler werden.

Der erweiterte CSU-Vorstand steht geschlossen hinter Bürgermeister Werner Nickls (vorne, Dritter von links) Vorschlag, Roman Schäffler als Kandidaten ins Rennen um den Chefsessel im Kemnather Rathaus zu schicken.
von Externer BeitragProfil

Ihn präsentierte Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzender Werner Nickl dem erweiterten Vorstand am Samstag in der Klausurtagung. In Nickls Augen ist Roman Schäffler eine "optimale Alternative" und ein "hervorragender Nachfolger". Als VG-Kämmerer verfüge dieser über hohe Sachkompetenz und wisse, wie eine Kommune "tickt". Schäffler sei in die wichtigen Entscheidungen der vergangenen Jahre für die Stadt Kemnath eingebunden gewesen. Er sei Mitentwickler der neuen Gewerbeoffensive sowie Ansprechpartner bei Fragen von Finanzierungen und Förderungen kommunaler Projekte.

Der 48-Jährige fühle sich durch und durch als Kemnather. Er sei hier aufgewachsen und kenne die Strukturen und die Entwicklung vor Ort bestens, warb Nickl. Die 28 Mitglieder des erweiterten Vorstandes begrüßten diesen Vorschlag ausdrücklich. Sie zeigten sich erfreut, dass eine hervorragende Nachfolge für die Position des Bürgermeisterkandidaten angeboten werden könne. Daher beschlossen sie einstimmig, den Mitgliedern in der Jahreshauptversammlung, die voraussichtlich im März 2019 sein wird, Schäffler als CSU-Bewerber für das Amt des Rathauschefs vorzuschlagen.

Er sei seit Monaten auf der Nachfolger-Suche gewesen, berichtet Nickl am Sonntag auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Bei Schäffler sei es schließlich fündig geworden. "Alles hat seine Zeit." Da er im Jahr der Kommunalwahl 64 Jahre alt werde, sei dies der optimale Punkt für einen Rückzug. Es brauche nach insgesamt 18 Jahren in der Verantwortung für die Stadt "frischen Wind und neue Ideen", meint Nickl. "Jeder Mensch verbraucht sich mit der Zeit."

In Schäffler, der erst seit diesem Jahr CSU-Mitglied ist, sieht er nicht nur "finanztechnisch eine optimale Lösung". Der Bürgermeister gibt auch zu, dass ihm sein Rückzug schwer falle, "aber ich habe ja noch 15 Monate". Ob er 2020 bei seinen weiteren Posten, unter anderem als Kreisrat, auch in den Ruhestand geht, lässt Nickl noch offen. "Momentan bin ich auf der Linie: 18 Jahre sind genug." Er möchte aber dennoch seinen Nachfolger nicht alleine lassen.

Dieser baut auf Nickls Mithilfe. Denn: Vom Verwaltungsgeschäft habe er schon viel mitbekommen, doch "parteipolitisch war ich bisher im Niemandsland", erklärt Schäffler, der seit Beginn seiner Ausbildung 1986 bei der VG beschäftigt ist. Trotzdem zeigt er sich selbstbewusst: "Ich will der Neue werden."

Seine Kandidatur hat er nicht aus dem Bauch heraus zugesagt. "Die Gespräche gingen über Monate", berichtet der 48-Jährige. Auch habe er eine längere Bedenkzeit benötigt, um sich mit der Familie zu besprechen: "Die steht voll hinter mir." Daher sei er schließlich Nickls Bitte "gerne nachgekommen". Wo er im Falle seines Einzugs ins Rathaus genau Schwerpunkte setzen möchte, lässt Schäffler noch offen. Hier wolle er Themen mit dem CSU-Team ausarbeiten. Schule und Kindergarten sollen aber dazugehören. "Kemnath ist eine in allen Bereichen aufstrebende Stadt. Das möchte ich weiter forcieren und Bestehendes erhalten."

Hintergrund:

Roman Schäffler ist verheiratet mit seiner Frau Petra. Beide haben zwei erwachsene Kinder. Als Kämmerer der VG Kemnath ist er ein Experte für die kommunalen Finanzen. Der 48-Jährige ist Vorsitzender der Feuerwehr und war in der Verwaltung über längere Zeit Ansprechpartner der Brandschützer im VG-Bereich. Ebenso hat er im Sportverein Schwarz-Weiß Kemnath jahrelang als Jugendtrainer fungiert und ist in verschiedenen anderen Vereinen Mitglied.

Bürgermeisterkandidat Roman Schäffler
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