09.02.2020 - 17:50 Uhr
KemnathOberpfalz

Schöne Bilder vom Märchenkönig

„Ludwig II. war ein schwärmerisches Genie, ein phantastischer Baumeister, der seiner Nachwelt herrliche Schlösser hinterlassen hat“, schwärmt Sandra Doß bei der Eröffnung der Ausstellung „Träumerei und Mythos“ im Musikeum.

Sandra Doß und Marion Schmid (von rechts) hatten die Ausstellung „Träumerei und Mythos“ im Museum ermöglicht.
von Josef ZaglmannProfil
HAK Vorsitzender Robert Schön (links) dankte Sandra Doß und Marion Schmid (von rechts) für die Ausstellung „Träumerei und Mythos“ im Museum.

Zu den vielen Geheimnissen, die das Leben des „Märchenkönigs“ umgeben, zählt die romantische Beziehung zu seiner Cousine Elisabeth („Sissi“), der Kaiserin von Österreich. War es nur eine Freundschaft zweier kunstsinniger und exzentrischer „Seelenverwandter“ - oder doch eine heimliche Liebe?

Ludwig II. lernte seine Cousine Elisabeth von Österreich, geborene Herzogin in Bayern, 1864 in Bad Kissingen kennen. Sie war 26, er 18 Jahre alt. Die beiden verstanden sich auf Anhieb sehr gut. Sie teilten ihre Liebe zur Musik, vor allem zu den Opern von Richard Wagner. Lebenslang blieben sie einander in Freundschaft verbunden.

HAK Vorsitzender Robert Schön freute sich, bei der Ausstellungseröffnung nicht nur Sandra Doß, sondern auch Marion Schmid begrüßen zu können. Als sie vor zwei Jahren das König-Ludwig-Musical in Füssen besuchte, war sie total begeistert von der mitreißenden Musik, der tollen Inszenierung und der Art und Weise, wie das Leben des Märchenkönigs dargestellt wurde.

Daheim fertigte sie gleich Bilder und Szenen aus diesem Musical und Porträts des Königs an. „Da es nur wenige Fotos von ihm gibt, wollte ich den „Mythos Ludwig II.“ in die Gegenwart transportieren“ erklärte sie. Um seiner Persönlichkeit gerecht zu werden, versuchte sie, ihn kitschfrei und mit Stil darzustellen. Mit der Technik Grafiktablett entstanden faszinierende Bilder vom „Kini“. „Über 40 Stunden brauche ich für so ein Bild“ erzählte sie.

Unter dem Titel „Der König in neuem Gewand“ durfte sie ihre Bilder im vergangenen Jahr im Festspielhaus in Füssen ausstellen. Das liegt bekanntlich am Forggensee direkt gegenüber vom Schloß Neuschwanstein. „Hier spürte ich, dass der Geist König Ludwig II. noch immer präsent ist“ bekannte sie.

Musikalisch umrahmt wurde diese Ausstellungseröffnung von den beiden jungen Klavierspielerinnen Lea Steinkohl und Amelie Gailer von der Kreismusikschule Tirschenreuth. Sie trugen auf dem historischen Instrument Aeolian aus der Instrumentensammlung von Museumleiter Anton Heindl drei Musikstücke vor.

Nach der Eröffnung im Musikeum lud Robert Schön die interessierten Besucher in das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum ein. Dort konnten sie die Bilder von Marion Schmid in Ruhe betrachten und miteinander fachsimpeln. „Das ist schon eine Ausstellung der besonderen Art“ schwärmten einige. Sie war bestückt mit Bildermaterial aus der Epoche des Märchenkönigs und auch neuzeitlich aus der Sammlung von Sandra Doß und von der Künstlerin Marion Schmid. Arbeiten aus Elfenbein mit feinster Miniaturmalerei rundeten die Präsentation ab.

Bereitwillig beantworteten Sandra Doß und Marion Schmid die Fragen der staunenden Betrachter.

Diese wirklich sehenswerte Ausstellung kann im Museum in der Trautenbergstraße 36 bis zum

3. Mai sonntags von 14 bis 16 Uhr, am ersten Sonntag des Monats zusätzlich von 10 bis 12 Uhr besucht werden.

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