Kemnath
29.07.2019 - 11:50 Uhr

Schuljahr mit Steinen und Federn

In den vergangenen Monaten haben die Kemnather Realschüler Höhen und Tiefen erlebt. Zum Ausdruck kam dies in den Abschlussgottesdiensten durch Steine und Federn.

Steine und Federn spielen in den von den Pfarrern Konrad Amschl und Dirk Grafe (Dritter und Vierter von rechts) zelebrierten Wortgottesdiensten der Realschule Kemnath zum Schuljahresschluss eine wichtige Rolle. Bild: jzk
Steine und Federn spielen in den von den Pfarrern Konrad Amschl und Dirk Grafe (Dritter und Vierter von rechts) zelebrierten Wortgottesdiensten der Realschule Kemnath zum Schuljahresschluss eine wichtige Rolle.
Einfühlsam begleitet Walter Thurn die beiden Lehrerinnen Anna Maria Beck und Franziska Minnameier (von links) auf der Kirchenorgel. Bild: jzk
Einfühlsam begleitet Walter Thurn die beiden Lehrerinnen Anna Maria Beck und Franziska Minnameier (von links) auf der Kirchenorgel.

"Stein und Feder - Zeichen des hinter uns liegenden Schuljahres" war das Thema der beiden Wortgottesdienste zum Schuljahresende der Realschule in der Stadtpfarrkirche. "Es gab Ereignisse im letzten Schuljahr, die lasten wie Steine auf uns", lautete ein Impuls in der Besinnungsphase. Dazu gehörten unter anderem Schulstress, Hausaufgaben und Notendruck.

Dagegen sei manche Leistung und mancher Erfolg leicht wie eine Feder von der Hand gegangen. Freude bereiteten Fahrten, Klassen- und Schulfeste. "Leicht wie eine Feder fühlen wir uns durch Freundschaften, die wir in diesem Schuljahr geschlossen haben" erklärte eine Schülerin. Auch erlebten die Jugendlichen eine gewisse Erleichterung und gingen beschwingt und fröhlich in die Sommerferien.

"Herr, vergib uns, dass wir den Stein des Misstrauens und der Unkameradschaftlichkeit warfen und den Stein der Unehrlichkeit bei Proben und Hausaufgaben benutzten", war einer der fünf Kyrierufe, die Schüler vortrugen. "Für die Feder der schönen Schulstunden, der Versöhnung, des Miteinanders und Verstehens zwischen Lehrern und Schülern und für alles Positive", bedankten sich einige Lehrer.

"Wir dürfen Steine und Federn Gott hinhalten, denn er nimmt beides an", erklärte Stadtpfarrer Konrad Amschl Fünf gute Ratschläge gab er den Schülern mit auf den Weg: "Ausruhen, Freude haben, genießen, Neues entdecken und Reisen." Keinen Tag solle es geben, "an dem ihr sagen müsst, mir werden immer nur Steine in den Weg geworfen" baten Amschl und Pfarrer Dirk Grafe.

Die Lieder "Ins Wasser fällt ein Stein", "Ich lobe meinen Gott", "Da berühren sich Himmel und Erde" und "Meine Zeit steht in deinen Händen" spielte Walter Thurn auf der Kirchenorgel. Seine Kolleginnen Anna-Maria Beck (Violine) und Franziska Minnameier (Saxofon) begleitete er bei einem Song von Bob Dylan. Eva Heinrich, Gitarre, sang mit der Klasse 7g ein Lied in englischer Sprache. "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben" musizierte Gertraud Burkhardt mit den evangelischen Neuntklässlern. Nach dem Segen verabschiedete sich die Fachschaft Religion mit Schulleiter German Helgert von Amschl, der nur noch bis 31. August in Kemnath Pfarrer ist.

 
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