06.11.2019 - 12:19 Uhr
KemnathOberpfalz

Sonne, Meer und Kultur für Pädagogen

"Apulien ist eine Reise wert", war die Meinung nach der Herbstreise des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Kreisverband Kemnath. Unter Leitung von Wolfgang Lippert begaben sich 28 Teilnehmer auf eine achttägige Erlebnistour.

Vor dem imposanten Castel del Monte versammelte sich die Reisegruppe zu einem Gruppenfoto.
von Josef ZaglmannProfil

Zu geschichtsträchtigen Städte mit sehenswerten Basiliken, Kathedralen und Festungen, malerischen Badestränden und beeindruckende Naturschönheiten kam traumhaft schönes Wetter mit Temperaturen um die 22 Grad. Wolfgang Lippert hatte auch seine 22. Herbstreise sehr gut organisiert.

Beim Ausflug in den Süden Apuliens bewunderte die Gruppe die Befestigungsanlagen in Otranto, einer Hafenstadt auf der Halbinsel Salento. Hauptattraktion des Rundgangs war die normannische Kathedrale Santa Annunziata mit ihren sehr gut erhaltenen Mosaikfußböden aus dem 12. Jahrhundert. Auf der Weiterfahrt nach Lecce bestaunten alle in einem Botanischen Garten über 25 000 Kakteenarten aus verschiedenen Kontinenten.

Kathedrale mit 13 Altären

Ein festliches Barockensemble in honigfarbenem Tuffstein erwartete die Besucher in Lecce, dem "Florenz des Südens". Der Campanile und die Kathedrale Mariä Himmelfahrt mit ihren 13 Altären schien wie aus einem Stück gegossen. Aus Rücksicht auf andere Gebäude wurde das römische Amphitheater, das einst 20 000 Zuschauer fasste, nur zur Hälfte ausgegraben. Aus dem Staunen nicht heraus kamen die Reisenden in der Castellana Grotte, der größten Karsthöhle Italiens. Das malerische Städtchen Alberobello ist bekannt durch seine weiße Trulli-Siedlung. Die Rundhäuser mit den charakteristischen kegelförmigen Dächern sind seit 1996 Unesco-Weltkulturerbe. Unterwegs kamen die Oberpfälzer in den Genuss einer Weinverkostung und eines apulischen Imbisses. Auf der Rückfahrt ins Hotel nach Conversano gab es noch eine Olivenölverkostung.

Am vierten Tag stand die Besichtigung von Trani auf dem Programm. Das Städtchen liegt am tiefblauen adriatischen Meer in einer Hafenbucht. Direkt am Ufer steht die normannische Domkirche San Nicolo Pellegrino. Nachdem die Stadt Bari 1087 die Reliquien des heiligen Nikolaus geraubt hatte, war Trani sehr daran interessiert, ebenfalls einen Heiligen zu bekommen. Als auf den Stufen der alten Kathedrale ein etwas wirrer griechischer Pilger (Pellegrino) starb, wurde er kurzerhand heiliggesprochen und der Grundstein für den Bau der Kirche und das Pilgergeschäft war gelegt. Das Castel del Monte ist der berühmteste Stauferbau Italiens. Achteckig sind nicht nur der Grundriss des Castello, sondern auch die acht Türme, der Innenhof und die acht trapezförmigen Räume auf jedem Stockwerk.

Älteste Stadt Europas

Am fünften Tag war Altamura, die älteste Stadt Europas, das Ziel. Nach seiner Zerstörung durch die Sarazenen gründete Friedrich II. den Ort neu und legte 1232 den Grundstein zur Kathedrale. Ältester Teil der hohen Hauptfassade ist die wunderbare Rosette.

Die Gegend um Matera ist für ihr von Schluchten und Grotten geprägtes Hügelland bekannt. Ein ungewöhnliches Zeugnis dieser Grottenkultur bilden die Sassi von Matera (Unesco-Weltkulturerbe). Am vorletzten Tag rundete ein Spaziergang durch Apuliens Hauptstadt Bari das abwechslungsreiche Reiseprogramm ab. Verwinkelte Gassen, weiße Mauern wurden überragt von der eindrucksvollen Basilika San Nicolo, die dem heiligen Nikolaus von Mayra geweiht ist. Nach einer Mittagspause am Hafen ging die Fahrt weiter nach Polignano a Mare, das direkt an der Adria liegt. Am Abend wurde in Savelletri ein leckeres Fischessen serviert.

Nach Martina Franca, das geprägt ist von Barock- und Rokokobauten des 18. Jahrhunderts, war die Hafenstadt Tarent die letzte Station. Das Archäologische Museum, das unter anderem den berühmten Goldschmuck von Tarent beherbergt, ist nach Neapel das bedeutendste seiner Art in Süditalien.

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