02.12.2019 - 15:50 Uhr
KemnathOberpfalz

Spenden für Rumänien

Traudl Panzer aus Kemnath sammelt Spenden für die Kriegskindernothilfe.

Traudl Panzer, Angelika Steuer und Anke Schmidt (von rechts) schleppten die Geschenkpakete aus dem Wohnhaus zum Transporter.
von Josef ZaglmannProfil

Nach der Auflösung der großen Kinderheime unterstützt die Kindernothilfe seit Jahren Wohngruppen für Kinder und Jugendliche in Carei in Rumänien. Dort ist es gelungen, Rumänen, Ungarndeutsche sowie Sinti und Roma in Zusammenarbeit miteinander zu integrieren.

Seit drei Jahren unterstützt Traudl Panzer die Kriegskindernothilfe Rumänien mit Geschenkpaketen für Weihnachten. "Heuer habe ich bereits über 50 Pakete geschafft", freute sie sich, "im kommenden Jahr werden es hoffentlich noch mehr." In ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis, in Geschäften und bei Privatleuten in Kemnath und Umgebung hat sie monatelang für die armen Kinder in Rumänien gebettelt. Sehr dankbar war sie nicht nur für Grundnahrungsmittel wir Mehl, Zucker, Kaffee, Tee und Kakao, sondern auch für warme Kleidungsstücke, Schulmaterial und Spielsachen. Auch Geldspenden nahm sie gerne an. Zu Weihnachten durften Süßigkeiten nicht fehlen.

"Viele Menschen müssen von 250 Euro im Monat leben", berichtete Anke Schmidt, Zweite Vorsitzende der Kriegskindernothilfe Rumänien. "So bleiben insbesondere behinderte Kinder auf der Strecke." Mit Angelika Steuer war sie zu Traudl Panzer nach Kemnath gekommen, um die Pakete in einen großen Transporter zu verladen. "Damit bringen wir sie nach Warmensteinach, wo sie in einem großen 16-Tonner der Gerüstbaufirma Alfred Zimmerer, Neusorg, verstaut werden", berichteten sie.

Neben Traudl Panzer haben zehn Feuerwehren im Landkreis Tirschenreuth diese Paketaktion heuer unterstützt. "Da ist schon einiges zusammengekommen", freuten sie sich.

Der Lkw bringt die Pakete nach Carei im Nordwesten von Rumänien. Dort überwachen freiwillige Helfer, unter ihnen auch Angelika Steuer und Anke Schmidt, die Ausgabe an zwei Kinderheime, ein Alten- und ein Pflegeheim sowie ein Sozialzentrum. "Wer einmal dabei war, wird die strahlenden Kinderaugen nie vergessen", erzählten beide. Bei der Geschenkübergabe machen sie Fotos, die sie gleich an die Spender schickten. "Die freuen sich sehr, wenn sie sehen, wie groß die Freude über ihre Geschenke ist", sagte Angelika Steuer. Ihr Ehemann ist Erster Vorsitzender der Kindernothilfe.

Die Spender können sicher sein, dass ihre Geschenkpakete auch wirklich dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden. "Wir arbeiten mit dem Jugendamt zusammen, das uns bedürftige Familien mitteilt und die Übergabe der Pakete mit beaufsichtigt."

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