Kemnath
06.08.2018 - 14:35 Uhr

Themen für Aiwanger

Bei der Zwickelprobe des Wiesenfestbieres sammeln die Freien Wähler Themen für ihren politischen Frühschoppen der Freien. Dabei zeigt sich: Es gibt noch mehr Handlungsfelder als nur Asylpolitik.

Mit einem von Braumeister Johannes Ponnath (rechts) frisch gezapften ungefilterten Zwickel des neuen Wiesenfestbieres stoßen die FW-Kandidaten Holger Götz (für den Bezirkstag), Thomas Riedl, Bernhard Schmidt (beide Landtag), Hermann Schraml und Wolfgang Lippert (Bezirkstag) auf das geschnürte Themenpaket und ein gemütliches Wiesenfest an. ak
Mit einem von Braumeister Johannes Ponnath (rechts) frisch gezapften ungefilterten Zwickel des neuen Wiesenfestbieres stoßen die FW-Kandidaten Holger Götz (für den Bezirkstag), Thomas Riedl, Bernhard Schmidt (beide Landtag), Hermann Schraml und Wolfgang Lippert (Bezirkstag) auf das geschnürte Themenpaket und ein gemütliches Wiesenfest an.

(ak) Am Sonntag, 12. August, findet um 10 Uhr im Wiesenfestzelt der politische Frühschoppen mit dem FW-Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger statt. Zu dessen Vorbereitung trafen sich Vertreter des Kreisverbandes mit den Land- und Bezirkstagkandidaten des Wahlkreises, Bernhard Schmidt aus Erbendorf und Thomas Riedl aus Eschenbach, beziehungsweise Holger Götz aus Speinshart und Landrat Wolfgang Lippert.

"Es gibt nicht nur die Asylproblematik, sondern für uns im ländlichen Raum ebenso wichtige Themen, die abgearbeitet werden müssen, um das Ziel gleicher Lebensverhältnisse auch bei uns zu erreichen", betonte stellvertretender Kreis- und Bezirksvorsitzender Hermann Schraml eingangs. In der Diskussion riss die Runde diese Problemfelder an.

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, die schulischen Wege zur Förderung von eingeschränkt oder stark leistungsfähigen Kindern sind verbesserungsbedürftig, um alle entsprechend ihrer Fähigkeiten zu fördern und ins Berufsleben zu führen. Für die geplante Inklusion muss mehr Personal zur Verfügung gestellt werden. Das Thema Krankenhaus- und Landarztversorgung brennt den Bürgern unter den Nägeln. Die gesundheitliche Grundversorgung muss gewährleistet sein, lautete die gemeinsame Forderung.

Die Runde kritisierte zudem, dass Junglehrer alle auf Jahre nach Oberbayern versetzt werden, "unsere Schulkinder leiden darunter". Das gesellschaftspolitische Problem der Verlagerung der Erziehung von den Eltern auf die Schule mit deren Rechte und Pflichten müsse angepackt werden. Die Land- und Forstwirtschaft brauche mehr Regionalvermarktung und Senkung der Auflagen für Direktvermarkter sowie Patentverbot für Pflanzen und Tiere.

Im Argen liegt in den Augen der "Freien" immer noch die Glasfaseranbindung für schnelles Internet und eine flächendeckende Mobilfunkversorgung ohne Funklöcher. Kinderkrippe und -garten müssten kostenfrei, die ungekürzte Rente nach 45 Beitragsjahren ermöglicht werden. All diese Themen will man Aiwanger mit auf den Weg nach München geben, um dem Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse näher zu kommen.

 
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