"Der Landkreis favorisiert einen Neubau", erklärt Walter Brucker, Pressesprecher am Landratsamt, auf NT-Nachfrage. Dabei verweist er auf schlechte Erfahrungen, die der Landkreis bei Generalsanierungen gemacht hat. Zudem sei es ein riesiger Vorteil, dass der Schulbetrieb ganz normal weiterlaufen könne.
Allerdings schränkt Brucker ein, dass es noch gewisse Hürden gebe. Diese betreffen die Grundstücksfrage und die Entscheidung der Regierung. Mit Kemnath stehe der Kreis in Verhandlungen wegen eines passenden Standorts. Zudem müsse man die Stellungnahme der Regierung abwarten, ob ein Neubau förderfähig ist. Ein entsprechendes Raumprogramm habe der Landkreis vorgelegt.
Auch für Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl hat ein neues Schulgebäude inklusive Dreifachturnhalle Priorität: "Ganz klar. Das ist auch unser Weg. Wir sind hocherfreut, wenn tatsächlich ein Neubau ensteht." Es gebe passende Standorte, die in städtischer Hand seien. "Von uns aus gibt es für dieses Projekt grünes Licht. Denn das ist zukunftsorientiert." Um welche Standorte es sich handelt, will Nickl noch nicht sagen. "Das ist zu früh, aber wir sind gerüstet."
Eine Generalsanierung ist für den Rathauschef mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden. Der Stadtrat sehe dies auch so. "Von einer Generalsanierung will keiner mehr etwas wissen. Da sind wir uns einig", erklärt Nickl. Zudem sei die jetzige Fläche der Realschule zu klein und die Verkehrssituation unbefriedigend. "Dort ist alles beengt."
Wenn alles top laufe, könnte möglicherweise schon 2020 der Spatenstich für den Neubau der "Realschule am Tor zur Oberpfalz" erfolgen. Aber erst müsse man einen möglichen Realisierungs- und Architektenwettbewerb abwarten. Auch für die Stadtentwicklung würde der Neubau weitere Optionen öffnen.













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