25.03.2019 - 12:16 Uhr
KemnathOberpfalz

Vielfältige Einsätze und Übungen

141 Einsätze leisteten die Aktiven der Feuerwehr Kemnath im vergangenen Jahr ab. Dabei retteten sie fünf Personen, bei zehn übernahmen sie die medizinische Erstversorgung.

Kommandant Peter Denz blickt in der Jahreshauptversammlung der Kemnather Feuerwehr über das abgelaufene Jahr zurück. 141 Einsätze leisteten die Aktiven in 2018 ab.
von Michael DenzProfil

Der Jahresbericht des Feuerwehrkommandanten Peter Denz in der Jahreshauptversammlung gleicht dem Rechenschaftsbericht eines Unternehmens. Bei 141 Einsätzen waren die 58 Aktiven alleine im vergangenen Jahr gefordert. Diese gliedern sich in 70 technische Hilfsdienste, 38 Einsätze im abwehrenden Brandschutz, 19 Sicherheitswachen, 6 Einsatzübungen und 8 sogenannte "Freiwillige Tätigkeiten". Sie ergaben 2629 reine Einsatzstunden. Denz informierte über die Übungen, Dienste und Lehrgänge in einer 100-seitigen Präsentation.

Der Wehr standen zum Jahresende 34 Atemschutzgeräteträger, 15 Kräfte in der Absturzsicherung, 27 Maschinisten für Tragkraftspritzen und Löschfahrzeuge, 14 Drehleitermaschinisten, 17 Gruppen- und 6 Zugführer zur Verfügung. Einem Austritt aus dem aktiven und einem Übertritt in den passiven Dienst stehen zwei Aufnahmen. 91 Übungsdienste der aktiven Mannschaft mit 3373 Gesamtstunden zählte der Kommandant. "Nicht darin einbezogen sind die Vor- und Nachbereitungen der vielen Übungen."

Diese erfolgten nicht nur an und in Gebäuden, sondern auch in Tiefen und Höhen sowie auf den Straßen, im Gelände, auf dem Gewässer und an Gleisen. Dazu kamen Belastungsübungen in der Atemschutzübungsanlage in Neuhaus. Weiterhin erfolgten Einweisungen an den verschiedenen Fahrzeugen.

Ebenso besuchten die Brandschützer 21 Lehrgänge an den Feuerwehrschulen Bayerns. Jeweils ein Brandschützer bildete sich zum Fachberater Abc, Leiter des Atemschutzes, Sachkundigen für Absturzsicherung, Zugführer, Gerätewart und Atemschutzgerätewart fort. Auch nahm ein Aktiver am Lehrgang "Strahlenschutz" teil. Zwei Floriansjünger belegten Lehrgänge über "Verhaltenstraining im Brandfall - Brandhaus", "Messtechnik" und "Flugunfälle". Acht Aktive schulten sich in der erweiterten technischen Hilfeleistung weiter.

Zudem wurden 39 Lehrgänge und Seminare auf Landkreisebene absolviert. Dazu gehörten ein Motorsägenlehrgang, "Träger von Chemieschutzausrüstung" und Atemschutzgeräteträger. Sechs Führungskräfte nahmen am Lehrgang "Einsatztaktik" teil. Den Abschluss in der modularen Truppausbildung legten sieben Männer und Frauen mit Erfolg ab. Auch am Absturzsicherungslehrgang beteiligten sich zwei Kräfte, 16 Atemschutzgeräteträger konnten an der "Realbrandausbildung" im Container des Landesfeuerwehrverbandes. 13 Kemnather sowie Kräfte der Kötzersdorfer Wehr legten die Leistungsprüfung "Gruppe im Hilfeleistungseinsatz" mit Bravour ab. Den Anforderungen des Atemschutzleistungsbewerbs stellten sich sieben Aktive und eine Atemschutzträgerin in Vohenstrauß. Hierbei dankte Denz allen, die sich in der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie bei den Übungen eingebracht hatten. Auch lobte er alle Kameraden, die zu jeder Tages- und Nachtzeit bei den Einsätzen und Diensten zur Stelle sind.

Die Kemnather Wehr verfügt derzeit über neun Einsatzfahrzeuge und vier Anhänger. An ihnen sowie an den darin aufbewahrten Einsatzmitteln und -gerätschaften waren zahlreiche Wartungen, Prüfungen, Reparaturen und Umbauten notwendig. Diese erledigten die Gerätewarte und Kräfte der Feuerwehr in Eigenregie. Im Rückblick erinnerte der Kommandant an die offizielle Übernahme des Versorgungslastkraftwagens mit Hochwasserausrüstung im Katastrophenschutzzentrum Fürth sowie dessen Indienststellung und Weihe beim Sommerfest in Kemnath.

Drei Türöffnungen:

Die Einsätze im technischen Hilfsdienst gliedern sich in 4 Rettungsdienstunterstützungen, 2 Wasserschäden, 2 Insekten-, 6 Unwettereinsätze, 13 Ölspuren, 1 Wassertransport, 8 Sturmschäden und 9 sonstige Hilfeleistungen. Drei Mal waren Wohnungsöffnungen bei akuter Gefahr erforderlich. Zu 11 Verkehrsunfällen und 1 Wasser-/Eisunfall rückte die Wehr aus. Je zwei Mal ist sie wegen absturzgefährdeter Teile und dem Freiwerden gefährlicher Stoffe angefordert worden. Abzuarbeiten waren auch 1 Gefahrstoff- , 1 Hochbauunfall und 1 Hochwassereinsatz.Bei drei Einsatzalarmen im technischen Hilfsdienst war kein Eingreifen notwendig.

Angebranntes Essen:

Im abwehrenden Brandschutz rückten die Einsatzkräfte zu sechs Klein- und sieben „mittleren Bränden“ aus. Bei sechs weiteren Meldungen war kein direktes Eingreifen, sondern lediglich eine Nachsicht/Brandnachschau erforderlich. Auch drei Falschmeldung beziehungsweise „Irrtum des Meldenden“ wurden verzeichnet. Bei 18 Brandmeldeanlagenalarmen gingen die Geräte hauptsächlich wegen Wasserdampf- und Staubentwicklung sowie angebranntem Essen oder aus technischen Gründen an.

Mit dem Boot aufs Gleis:

An Einsatzübungen in Speichersdorf an der Schule und der Firma Messwerkzeuge Richter sowie der Asphaltmischanlage der Firma Markgraf am Zinster Berg beteiligten sich die Kemnather Kameraden. Selbst richteten sie in Kemnath Einsatzübungen am Raiffeisen-Lagerhaus und beim BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim aus. Auch beteiligten sie sich mit dem schienenfahrbaren Rettungsboot bei einer Zugunfallübung an der Bahnstrecke Wiesau–Mitterteich. Dabei kam das Boot der Kemnather beim Transport von schweren Gerätschaften auf den Gleisen zum Unfallort sowie zum Abtransport liegender Verletzter zum Einsatz.

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