13.11.2019 - 12:25 Uhr
KemnathOberpfalz

Im Wald zu sich selbst finden

Die Hubertusmesse mit den Kemnather Jägern und Freunden der Jagd in der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt ist jedes Jahr für die Kirchengemeinde ein besonderes Erlebnis. Das Gotteshaus war auch heuer restlos gefüllt.

Bruno Ponnath, Stadtpfarrer Thomas Kraus, Rita Ponnath, Rainer Bayer (von links) und Vorsitzender Wolfgang Schinner (Siebter von links) dankten der Bläsergruppe Hohes Fichtelgebirge für die Mitgestaltung der Messe.
von Hans RöschProfil

In der Predigt sprach Stadtpfarrer Thoma Kraus aktuelle Probleme der Jagd an. Vor 20 Jahren als 13 jähriger Treiber bei einer Jagd in seiner Heimatgemeinde hatte er die ersten Kontakte mit Jägern. Hasen gab es damals noch reichlich. Für ihn war so ein Jäger nach seinem Auftreten ein furchtloser Mensch, mit robuster Gesundheit, der keine Angst kennt und oft allein im Wald unterwegs ist. So einen haue doch nichts um, dachte er damals.

Oder fürchte sich ein Jäger auch. Habe er womöglich Angst vor einem möglichen tragischen Jagdunfall wie in Nittenau? Was belaste ihn? Solle er ein Revier pachten? Wie könnte er die Wildschweinplage in den Griff bekommen? Auch der heilige Hubertus als Patron der Jäger und Förster habe wie jeder Mensch Angst und Sorgen gehabt, meinte Kraus. Auch ihn habe mit dem Tod seiner Frau ein schwerer Schicksalsschlag getroffen. Offenkundig sei die Begegnung mit dem wunderbaren Hirsch für ihn eine Lebenswende gewesen. Der Geistliche wünschte den Jägern, dass sie persönlich in der Stille und Einsamkeit der Jagd immer wieder zu sich selber finden, vielleicht auch über das Leben sowie den Glauben nachdenken und Zeit zum Gebet finden. Gebe Gott, dass die Menschen von heute den Wert und die Wichtigkeit der Jagd für unsere Kulturlandschaft weiter schätzen. Die Jagdhornbläser Hohes Fichtelgebirge gestalteten den Gottesdienst mit der "Grande Messe de St. Hubert" musikalisch.

Informationen:

Bläserkurs ab Januar 2020

In der anschließenden Versammlung lud Bläsergruppe Hohes Fichtelgebirge zu einem kleinen Bläserkurs ein. An zehn Abenden werden verschiedene Totsignale eingeübt. Die Teilnahme für jedermann (auch Nicht-Jäger) möglich, egal ob mit oder ohne Vorkenntnisse. Instrumente stehen zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos, für Getränke ist gesorgt. Beginn ist am Donnerstag, 23. Januar 2020, 19 Uhr, im Möbelhaus Kellner in Ebnath. Anmeldung: Egid und Christa Kellner, Telefon 09234/487, E-Mail christa.kellner[at]moebel-kellner[dot]de.

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