26.02.2020 - 12:05 Uhr
KemnathOberpfalz

Wasser ist ein kostbares Gut

Die Grünen besuchen das Wasserwerk in Kemnath.

„Dieser Hochbehälter am Läufer wird als Pufferspeicher gebraucht“ erklärte Manfred Plannerer (links).
von Josef ZaglmannProfil

"Mit einem Vorzeigewerk, einem der modernsten und auf den neuesten Stand der Technik befindlichen Wasserwerk in Oberbruck, sorgt das Wasserversorgungsunternehmen (WVU) der Stadt Kemnath zu jeder Zeit für beste Trinkwasserqualität", betonte Manfred Plannerer. Der technische Leiter des Wasserwerks zeigte Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen, welche Infrastruktur die Stadt Kemnath zur Verfügung stellt, damit jederzeit sauberes Trinkwasser in unbegrenzter Menge zur Verfügung steht. Frequenzgesteuerte Pumpen fördern durchschnittlich 19 Liter pro Sekunde, an Spitzentagen bis zu 27 Liter. Von 2012 bis 2013 wurden weitere 1,5 Millionen Euro für die Aufbereitungsanlage investiert. Die neue Ausstattung umfasst vier Entsäuerungskessel, zwei Aktivkohlefilter, eine UV-Anlage, ein Filtersilo sowie ein modernes Prozessleitsystem. Zudem wurde in allen Anlagenteile ein Objektschutz installiert. "Unsere Wasserversorgung besteht aus den fünf Teilanlagen Wassergewinnung, Wasserförderung, Wasseraufbereitung, Wasserspeicherung und Wasserverteilung", erklärte Plannerer. Das Kemnather Trinkwasser wird ausschließlich aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Im Versorgungsgebiet gibt es insgesamt 91 Kilometer Versorgungsleitungen. Der tägliche Wasserverbrauch liegt zwischen 1800 und 2700 Kubikmeter.

Einmal im Monat nimmt er eine Messung beim Endverbraucher vor. Vierteljährlich werden die Brunnen kontrolliert und einmal im Jahr umfassend überprüft. "Im Kemnather Raum wird es auch in Zukunft keine Trinkwasserprobleme geben" versicherte Plannerer. "Ich wünsche mir mehr Bewusstsein in der Bevölkerung, was die Trinkwasserversorgung angeht." Ein großes Thema, das in Bezug auf die Wasserqualität diskutiert wird, ist eine mögliche Nitratbelastung. "In diesem Fall sind keine Bedenken in unserer Wasserversorgung gegeben. Die Werte unseres Trinkwassers liegen deutlich unter den zulässigen Grenzwerten." Jetzt kommt der Frühling und die Landwirte bringen ihren Dung auf die Felder. "Das ist besonders im Einzugsgebiet der Brunnen äußerst kritisch und erfordert größte Sorgfalt." Um das Bewusstsein der Bevölkerung zu stärken, regte Grünen-Bürgermeisterkandidatin Heidrun Schelzke-Deubzer einen Tag der offenen Tür an. Vor der Führung im Wasserwerk stand eine Besichtigung des Hochbehälter am Läufer an. "Das ist unser größter Hochbehälter", erklärte Plannerer, "er fasst 1500 Kubikmeter. Derzeit ist er entleert, weil er gereinigt werden muss."

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