Kemnath
26.03.2019 - 14:02 Uhr

Weber alternativlos

Eigentlich wollte er nicht mehr kandidieren. Eigentlich hätte er sich seinen "Ruhestand" nach 46 Jahren im Vorstand der Höflaser Jagdgenossen auch verdient gehabt. Aber es kam anders.

Georg Weber (Zweiter von links) bleibt Vorsteher der Jagdgenossenschaft Höflas. Ihn vertritt künftig Josef Kreuzer junior (Vierter von rechts). Bild: stg
Georg Weber (Zweiter von links) bleibt Vorsteher der Jagdgenossenschaft Höflas. Ihn vertritt künftig Josef Kreuzer junior (Vierter von rechts).

Denn die Anwesenden waren sich einig, dass es keinen besseren Vorsitzenden geben wird. Und so wählten die Höflaser Jagdgenossen Georg Weber erneut und für weitere fünf Jahre einstimmig zum Jagdvorsteher.

Die Versammlung im Feuerwehr-Schulungsraum Oberndorf war von großer Harmonie geprägt. "Ihr seid eine völlig problemfreie Jagdgenossenschaft", würdigte Bürgermeister Werner Nickl die Anwesenden. Besonders würdigte er das Engagement von Vorsteher Georg Weber und Jagdpächter Michael Hautmann.

Weber führte aus, dass es aktuell 85 Jagdgenossen mit einer Fläche von etwa 500 Hektar gebe. Er berichtete vom Verbissgutachten aus dem vergangenen Jahr, das bescheinige, dass es im Revier "passe". Mit Blick auf die Wildschweine führte er aus, dass diese zwar da seien, im Großen und Ganzen aber unauffällig agierten.

Auch Pächter Hautmann, der die Höflaser Jagd seit 33 Jahren innehat, zog eine positive Bilanz angesichts der Abschusszahlen. Gleichzeitig stellte er aber auch fest, dass sich das Verhalten des Wildes geändert habe. "Noch ist kein Wolf gesehen worden", betonte Hautmann. Er wollte aber nicht ausschließen, dass es ihn bereits gebe. "Manche Reaktion der Tiere würden sich so erklären lassen", sagte er mit Blick auf Pferde, die am Wald nicht weitergingen, oder auf das Wild, das die Fütterungen im Wald nicht mehr annehme.

Wenig Verständnis hatte Hautmann für die Lobby, die der Wolf und auch der Luchs in der Öffentlichkeit genießen. Kritik äußerte er zudem am Jagdverband und Bauernverband, dass sich diese bei diesem Thema "zu ruhig" verhalten würden. Einigkeit herrschte bei den Jagdgenossen beim Jagdpachtschilling: Dem Vorschlag Webers, dieses Geld für eventuelle Anschaffungen zurückzulegen, folgte die Versammlung einhellig.

Die Neuwahlen gingen zügig und einstimmig über die Bühne: Georg Weber bleibt Jagdvorsteher, neuer Stellvertreter ist Josef Kreuzer junior. Als Beisitzer fungieren künftig Gerhard Weismeier und Martin Hautmann, die Kasse liegt weiterhin in den Händen von Renate Schupfner, das Protokoll führt wieder Georg Koller. Zu Kassenprüfern wurden Josef Kreuzer senior und Herbert Weismeier berufen.

"Ich mache es aber wirklich zum letzten Mal, in spätestens fünf Jahren ist Schluss", kündigte der wiedergewählte Jagdvorsteher Georg Weber an.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.