Die Burg sei der kulturelle Mittelpunkt des Ortes und diene dem Forum Falkenberg als Veranstaltungsstätte für Vorträge, musikalische Veranstaltungen und Feste, erfuhren die Pädagogen. Die Marktgemeinde hat ihr Wahrzeichen 2009 von Familie der Grafen von der Schulenburg erworben. Der Kauf erfolgte in der Absicht, das historisch wertvolle Baudenkmal umfassend zu sanieren und der Öffentlichkeit mit erweiterter Nutzung zugänglich zu machen. Die Investitionskosten betrugen acht Millionen Euro. Der Markt verpflichtete sich, zum Andenken an den früheren Besitzer und Diplomaten Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg in der Burg ein Museum einzurichten.
Der Rundgang für die drei Gruppen begann am oberen Eingang zur Burg, der vom Torhaus über eine Holzbrücke zu erreichen ist. Im Burghof bekamen alle einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Geschichte der 1000 Jahre alten Anlage auf dem gewaltigen Granitkoloss, die auf der Nordseite von der Waldnaab umflutet ist. Von dort ging es zum Rittersaal mit dem Kamin und dem Familienwappen der Grafen von Schulenburg, zur Burgkapelle, zum Burgensaal, der zur Information über das Baugeschehen genutzt wird, bis in den Kapitelsaal.
Im Museumsaal gab ausführliche Informationen über das Leben des früheren Burgherrn Friedrich Werner Graf von der Schulenburg als Adeliger, Soldat, Diplomat, Menschenfreund und Friedenssucher. Sein Traum, auf der Burg seinen Lebensabend zu verbringen und dort seine Memoiren zu schreiben, ging nicht in Erfüllung. Nach dem misslungenen Attentat auf Hitler wurde er als Mittäter verhaftet, verurteilt und am 10. November 1944 im Strafgefängnis Plötzensee in Berlin erhängt.
Bei Falkenberger Zoiglbier und einer Brotzeit in der Zoiglwirtschaft Schafferhof in Neuhaus vertieften die Lehrer ihre Eindrücke von der Burgführung.













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