15.09.2019 - 09:56 Uhr
KemnathOberpfalz

Wünsche wie bei der Senfpflanze

Der ökumenische Gottesdienst der Realschule Kemnath steht unter einem symbolhaften Thema.

Bei der Senfpflanze vor dem Volksaltart dankten Konrektor Holger König und Realschuldirektor German Helgert (hinten von rechts) den beiden Geistlichen Thomas Kraus und Dirk Grafe und der Fachschaft Religion für den besinnlichen ökumenischen Schulanfangsgottesdienst.
von Josef ZaglmannProfil

„Ich werd es einfach mal versuchen“, spielte Walter Thurn zur Eröffnung der beiden ökumenischen Schulanfangsgottesdienste der Realschule Kemnath in der Stadtpfarrkirche. „Wünsch dir was“ war das Thema, das die Fachschaft Religion vorbereitet hatte.

„Welche Wünsche habe ich?“ und „Welche Wünsche sind mir wirklich wichtig?“ lauteten die Fragen beim Spiel im „Laden der Wünsche“. „Wir verkaufen keine Früchte, nur Samen“, war die Antwort der Verkäuferin.

„Das Reich Gottes sollen wir mit einem Senfkorn vergleichen“ hieß es im Evangelium. "Wenn das kleine Samenkorn gesät ist, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“

In seiner Ansprache zeigte Pfarrer Dirk Grafe zuerst ein kleines Senfkorn. Dann wies er auf die Senfpflanze vor dem Volksaltar. „Sie wurde vor fünf Wochen gepflanzt und hat sich in dieser kurzen Zeit prächtig entwickelt“, gab der Geistliche bekannt. „'Gott ist schon da, mitten unter uns Menschen', sagt Jesus. Jetzt ist sein Reich noch winzig klein, doch es will wachsen."

„Ich wünsche euch allen, dass ihr die Zuversicht und den Mut habt, euch heute für das neue Schuljahr etwas zu wünschen“, sagte Grafe, „aber wenn ihr dann aus der Kirche hinausgeht, ist die Sache mit dem Wünschen noch nicht vorbei.“ Gott schenke uns Samen, kleine Körnchen, die wir einpflanzen, gießen und hegen müssten. Dazu brauche man Zuwendung und Geduld. Das gehe nicht von heute auf morgen. „Im Laufe des Schuljahres wünsche ich euch immer wieder Momente, die euch Ausdauer und Geduld geben, damit ihr euch weiter für eure Samen einsetzt“, erklärte der Geistliche. Jeder solle spüren, dass er nicht alleine ist, sondern dass Gott ihm hilft. „Wünscht euch was und traut euch was“, rief er den Realschülern zu.

Dazu passte das Lied „Kleines Senfkorn Hoffnung“, das die Chorklasse vortrug. Bei den Fürbitten dachten die Schüler besonders an die Mitschüler, die krank sind oder an die, die mit Angst in das neue Schuljahr gehen. „Lieber Gott, gib den Lehrern Kreativität, Kraft und Freude für ihre verantwortungsvolle Aufgabe“, war die letzte Fürbitte. Gemeinsam beteten alle das Vater unser. „Der Herr schenke dir Phantasie, Zuversicht und Mut, damit deine Hoffnungen wachsen und deine Pläne Frucht bringen“, beteten die beiden Geistlichen Thomas Kraus und Dirk Grafe vor dem Segen. Anschließend stimmten alle ein in das Schusslied „Gib uns Frieden jeden Tag“.

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