12.01.2020 - 18:21 Uhr
KemnathOberpfalz

Vom Zukunftswald bis hin zur Elektromobilität

Die CSU-Kandidaten Roman Schäffler und Roland Grillmeier stellten sich beim Wahlkampfauftakt in Kemnath bei einer Podiumsdiskussion die Fragen von Thomas Bärtlein.

Moderator Thomas Bärthlein wollte genau wissen, welche Ziele die beiden CSU Kandidaten im Falle ihrer Wahl zum Bürgermeister (Schäffler) beziehungsweis zum Landrat (Grillmeier) in die Tat umsetzen wollen.
von Josef ZaglmannProfil

Im Mittelpunkt des Abends der CSU in der Kemnather Mehrzweckhalle standen neben Wolfgang Krebs der Kemnather Bürgermeisterkandidat Roman Schäffler und Landratskandidat Roland Grillmeier aus Mitterteich, die sich in einer lockeren Runde den Fragen von OTV-Moderator Thomas Bärthlein stellten. „Unsere Kandidatur haben wir natürlich mit unseren Familien abgesprochen“ versicherten beide, „sie werden uns tatkräftig unterstützen.“ „Das Gespräch mit den Bürgern ist uns sehr wichtig“ betonten sie, „die erwarten schnelle Entscheidungen und eine bürgernahe Verwaltung. „Unser Kemnather Krankenhaus schreibt schwarze Zahlen“, erklärte Schäffler zum Thema „Gesundheit“. Kemnath sei mit Ärzten und Fachärzten gut versorgt. Demnächst werde auch noch eine Kinderärztin in Kemnath eine Praxis eröffnen. „Die Krankenhäuser in unserem Landkreis müssen erhalten bleiben“, forderte Grillmeier. „Wir müssen wieder mehr Vertrauen zwischen Personal und Ärzten schaffen.“ Es müssen Landärzte gewonnen werden, die zu ihrer Region stehen. Im Falle seiner Wahl will Roman Schäffler den Schul- und Breitensport weiter fördern und beim Schulzentrum (Grund- Mittel- und Realschule) ein Sportzentrum schaffen. An der Kemnather Mittelschule soll der M-Zug so lange wie möglich erhalten bleiben, damit dort weiterhin ein mittlerer Bildungsabschluss möglich ist. Grillmeier will auf die berufliche Bildung setzen und die Kooperation mit Tschechien fördern. „Von Anfang an habe ich einen Neubau der Kemnather Realschule befürwortet“, erklärte er.

„Unsere Stadt Kemnath steht finanziell gut da“ betonte Schäffler. Durch die Ausweisung eines neuen Industriegebietes und die Senkung des Gewerbesteuersatzes wurden gute Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von neuen Betrieben geschaffen. „Die Arbeitsregion Oberpfalz ist eine Top-Region mit tollen Betrieben“, versicherte Grillmeier. Im Falle seiner Wahl werde er den Öffentlichen Personennahverkehr (Baxi, sauberer Diesel) weiter ausbauen. Pendeln müsse auch in Zukunft möglich sein. Die Firmen Siemens-Healthineers, Hegele und Ponnath sind Arbeitgeber, die viele Arbeitsplätze schaffen. Beim Thema „Entwicklung der Innenstädte“ waren sich beide Kandidaten einig: Sie wollen auf alternatives und behindertengerechtes Wohnen setzen. Wohnraum müsse weiterhin bezahlbar sein, damit junge Paare in der Region bleiben. Bauen auf dem Land dürfe auf keinen Fall erschwert werden.

„Umwelt und Nachhaltigkeit“ war ein weiterer Schwerpunkt des Podiumsgesprächs. „Mobilität ist gerade auf dem Land sehr wichtig“, waren sich beide Kandidaten einig, „aber die Elektromobiliät ist kein Allheilmittel für eine saubere Umwelt.“ Es müssen auch andere Antriebsarten wie beispielsweise Wasserstoff geprüft werden. Roman Schäffler schwebt vor, zusätzlich zum Schulwald im Herrenholz einen Zukunftswald anzulegen, in dem alternative Baumarten gepflanzt werden, die mit den Klimaveränderungen besser zurecht kommen.

Grillmeier wies auf die Öko-Modell Region Stiftland hin, deren Vorsitzender er ist. Die Projekte sollen vor allem Gemeinden und bäuerliche Strukturen stärken, Vermarktungsmöglichkeiten in der strukturschwachen Region etablieren und somit Anreize für die ökologische Landwirtschaft schaffen. Bärthlein führte auch ein Gespräch mit Bürgermeister Werner Nickl und MdL Tobias Reiß. Beide betonten ausdrücklich ihre jahrelange enge Zusammenarbeit zum Wohle der Region. „Die 18 Jahre als Bürgermeister von Kemnath waren eine schöne Zeit“, sagte Nickl. Für den neuen Stadtrat kandidiert er auf dem letzten Listenplatz. Ausdrücklich bedankte er sich bei den Helfern der JU, der FU, der CSU und der Jungbauernschaft für die Organisation dieser Großveranstaltung und der Stadtkapelle Kemnath für die musikalische Umrahmung. Der Eintritt war frei, Spenden wurden für die BRK-Bereitschaft Kemnath und das BRK-Seniorenzentrum Haus Falkenstein erbeten.

„Als kompetenter Finanzfachmann ist Kämmerer Roman Schäffler der richtige Bürgermeister für Kemnath“, meinte Reiß. „Roland Grillmeier kann als Landrat seine ganze Erfahrung in der Kommunalpolitik als Bürgermeister von Mitterteich (18 Jahre), Kreisrat und stellvertretender Landrat in die Waagschale werfen.“ „Beide haben keine utopischen, sondern realistische Ziele für die Ämter, die sie anstreben“, war der Tenor dieser Wahlveranstaltung, die beim Publikum gut ankam.

Viele politisch interessierte Bürger verfolgten in der Mehrzweckhalle gespannt die Podiumsdiskussion der beiden CSU Kandidaten mit dem Moderator Thomas Bärthlein.
Moderator Thomas Bärthlein wollte genau wissen, welche Ziele die beiden CSU Kandidaten im Falle ihrer Wahl zum Bürgermeister (Schäffler) beziehungsweis zum Landrat (Grillmeier) in die Tat umsetzen wollen.
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