01.05.2019 - 14:35 Uhr
KemnathOberpfalz

Zwölf nagelneue Zunfttafeln

Eine besondere Überraschung gab es heuer beim Maibaumaufstellen auf dem Stadtplatz. Die zwölf Tafeln mit den 24 Zunftbildern wurden von der Kemnather Künstlergruppe "Malwas" neu gemalt, davon einige ganz neu konzipiert.

Michael Deubzer, Peter Wolf, Susanne Vonhoff und Raimund Panzer (von links) befestigten die zwölf Zunfttafeln am Maibaum.
von Josef ZaglmannProfil

Jede Tafel ist auf Vorder- und Rückseite gestaltet. Unter der Regie von Susanne Vonhoff arbeiteten Waltraud Müller, Maria Wende, Katharina Hage, Ina Memmel, Dr. Uta Wigger, Edit Peter und Amanda Möller im "Atelier an der Stadtmauer".

Vor den Malarbeiten mussten die alten Zunfttafeln von den Bauhofarbeitern Christian Weismeier und Armin Wöhrl abgeschliffen und neu grundiert werden. Um dem Wandel Kemnaths als moderne Stadt Rechnung zu tragen, waren die Künstlerinnen sehr kreativ und bildeten acht repräsentative Berufe ab. Das sind Optiker, Fischer, medizinische Berufe (Arzt, Apotheker), Gastronomie, Landwirtschaft, Einzelhandel (beispielhaft Obst/Gemüse), Eismacher und Schuster/Schuhändler.

Die restlichen 16 Berufe, die bisher schon abgebildet waren, wurden neu gemalt. "Nach zehn Jahren auf dem Maibaum sind sie nämlich in die Jahre gekommen", stellte Susanne Vonhoff fest. Dabei handelt es sich um Mauerer, Zimmerer/Schreiner, Brauer, Gärtner, Bäcker/Konditor, Müller, Schlosser, Maler, Friseur, Schneider, Imker und Metzger (die sind jeweils zweimal abgebildet).

Mit den Tafeln Integration (Hände) und Fairtrade (fairer Handel) wurde auf das Engagement der Bürger der Stadt Kemnath eingegangen. Ein besonderer Gag sind drei montierte Elemente: So hat die Sau ein Schwanzerl, das Brauerfassl einen Zapfhahn und die Biene einen echten Stachel.

Von Susanne Vonhoff stammt die Gesamtkonzeption. "Wir haben uns bemüht, nicht wie andernorts zu den traditionellen Symbolen zu greifen, sondern individuelle Bilder für unseren Maibaum in Kemnath zu erfinden, die den jeweiligen Beruf im Zusammenhang mit der Stadt Gestalt werden lassen." betonte sie, "die Zunfttafeln sollen unsere Stadt originell repräsentieren. So kann man auf einer Platte durch ein Schlüsselloch die Ansicht unserer Stadtkirche sehen, auf anderen Tafeln die Kemenate, den Schriftzug "Kem", oder "Kemnath", lädt Susanne Vonhoff zum Entdecken ein.

Im Städtischen Bauhof wurden die Zunfttafeln von Armin Wöhrl mit UV-Lack überzogen und von Raimund Panzer, Michael Deubzer und Peter Wolf am Montag an dem 24 Meter langen Maibaum befestigt. Zur Aufbewahrung und zum Schutz das ganze Jahr über hat Werner Reichenberger eine passende Holzkiste gebaut.

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