Gemeinsame Sicherheitsstrategie für Europa

BSB-Kreisvorsitzender Thomas Semba fordert beim Soldaten- und Kameradschaftsverein Kirchenlaibach die Regierung zum Handeln auf. Auch müsse sich am Zustand der Bundeswehr etwas ändern.

Mehr als ein Fingerzeig sind die Forderungen des Kreisvorsitzenden Thomas Semba, was die äußere Sicherheit Deutschlands angeht.
von Autor HAIProfil

Kreisvorsitzender Thomas Semba bezog in der Jahreshauptversammlung des Soldaten- und Kameradschaftsvereins (wir berichteten) Position zu Fragen der äußeren Sicherheit des Landes. Ein Großteil der deutschen Politik und Bevölkerung glaube, dass äußere Sicherheit durch Dialog- und Kompromissbereitschaft entstehe. Grundsätzlich halte er das auch für richtig, aber sie bestehe "ebenso aus der Fähigkeit, eine einsatzfähige und kampffähige Armee bereitzustellen". Angesichts des jetzigen Zustands der Bundeswehr hege er Zweifel an deren Einsatzfähigkeit.

Zu dem gern genutzten Gegenargument, dass Deutschland von Freunden umzingelt sei, hielt er das Beispiel USA und den Paradigmenwechsel unter Präsident Trump entgegen. Dieser belege eindrucksvoll, dass endlich ein Handeln aus eigener Stärke unter Einbeziehung der Partner in Europa, stattfinden müsse. "Freunde in Europa haben wir. Aber sie werden nicht ewig darauf warten, dass wir auf sie zugehen, um endlich gemeinsam eine Sicherheitsstrategie zu entwerfen und diese mit einem wirklich ernsthaften Beitrag an einsatzfähigen Truppen untermauern." Die bisherigen Lippenbekenntnisse der Kanzlerin und der Verteidigungsministerin seien unzureichend. "Ich habe den Eindruck gewonnen, dass dies unseren Partnern in Europa mittlerweile genauso geht."

Wie kritisch die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik beim Kreisverband Kemnath des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) gesehen wird, habe im Oktober 2018 die Auftaktveranstaltung "KliK - Klartext in Kirchenlaibach" gezeigt. Der BSB-Präsident Oberst a.D. Richard Drexl hatte damals die mangelnde materielle Ausstattung der Bundeswehr, die Aushöhlung in der Personalführung, die zunehmende Bürokratisierung, den Trend zur Zentralisierung sowie den schwindenden Rückhalt in der Bevölkerung beklagt.

Darüber hinaus berichtete der Kreisvorsitzende von der neuen Mitgliedermeldung auf Landesverbandsebene. Der Landesverband wolle die Altersstruktur, die Zahl der Reservisten, Kriegsteilnehmer und Böllerschützen erheben und statistisch auswerten. Semba sagte zu, die Mitgliederliste vertraulich zu behandeln und nur anonyme Zahlen weiterzugeben. Die Beitragserhöhung um 50 Cent sei der Haftpflicht- und Unfallversicherung der Mitglieder geschuldet. Im Gegenzug seien auf Festen alle helfenden Mitglieder versichert. Eine Veranstaltung müsse nicht mehr gemeldet werden. Ebenso wenig wie Fahnenbewegungen.

Semba stellte aber auch unmissverständlich klar, dass Beitragserhöhungen keine Antwort auf schwindende Mitgliederzahlen sein können. "Da müssen andere Wege gefunden werden wie etwa in der Steigerung der Attraktivität des Schießsports." Das belege auch im Kreisverband das Hans-Stahl-Gedächtnisschießen, das auf große Resonanz stieß. Für den 26. April, 19.30 Uhr, lud Semba zur Kreisversammlung Unterlind ein.

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