In Kirchenlaibach unter Hufgeklapper zur Andacht

Zum zehnten Mal machten sich Reiter und Ross am Sonntag auf zur Pferdewallfahrt vom Tressauer Parkplatz zur Ägidiuskirche in Kirchenlaibach. Sie erwiesen damit dem Patron der alten Pfarrkirche, den heiligen Ägidius, die Ehre.

Mit Erinnerungsschleifen bedankte sich Pfarrer Sven Grillmeier (Mitte) bei den Pferdefreunden, die seit zehn beziehungsweise fünf Jahren an der Pferdewallfahrt teilnehmen.
von Autor HAIProfil

Für ihre zehn- oder fünfmalige Teilnahme an der Kirchenlaibacher Pferdewallfahrt ehrte Pfarrer Sven Grillmeier einige Reiter mit Erinnerungsschleifen.

Ehrungen für treue Reiter

So ist Tanja Bayerlein aus Selbitz seit der ersten Stunde dabei. Seit 2011 trägt die 27-Jährige auch das Kreuz. Ihre Freundin Magdalena Kettel aus Kirchenpingarten begleitete sie dieses Mal. Die 23-Jährige war so von der Atmosphäre begeistert, dass sie gleich für 2021 ihr Kommen zusagte. Ebenso ein dickes Danke für seine zehnjährige Treue, sein Organisationstalent und seine Zuverlässigkeit galt Herrmann Walter aus Lämmershof. Seine zwei französischen Percheronpferde zogen den Planenwagen für die Vorbeterinnen Gabriele sowie Julia Bäß. Das Gespann bildet traditionell die Nachhut. Eine Erinnerungsschleife für zehn Jahre erhielten auch Sandra Röderer aus Plössen und Simone Bäuml aus Speichersdorf. Zum fünften Mal dabei waren Dagmar Frank, Yvonne König und Verena Kreutzer.

33 Pferde waren es dieses Mal wieder, die sich zum Jubiläumsritt in der traumhaften Wiesenlichtung hinter dem Tressauer Parkplatz am frühen Nachmittag versammelt hatten. Mit deren Reitern feierte Pfarrer Grillmeier zum Auftakt einen kurzen Wortgottesdienst. Im Anschluss setzte sich die Prozession betend und singend in Bewegung. Über die Kesselweiher, den Zeulenreuther Weg und die B 22-Brücke ging es zur alten Ägidiuskirche. Hinter dem Kreuz gruppierten sich Kutsche, Pferde und Ponys ein. Von einem Friesengespann wurde die Hochzeitskutsche vis á vis mit Albert Scheidler aus Gabellohe und Anika Scheit aus Hoflohe als Kutscher gezogen. In ihr hatte Pfarrer Grillmeier Platz genommen. Er führte die Reliquie des heiligen Ägidius mit sich.

Brot wegen Corona in Tüten

Rund um den Dorfbrunnen warteten wieder zahlreiche Zaungäste, um den beeindruckenden Einmarsch mitzuverfolgen. Vor der Kirche nahm sich Grillmeier, unterstützt von Mesnerin Annemarie Fischer, Zeit, jedes Tier zu segnen. Zur Erinnerung erhielten die Reiter von Pater Michael und Sebastian Bäß auch ein - wegen der Coronakrise - in Tüten verpacktes Ägidiusbrot. 200 Brote in Form eines Pfeiles hatte der Selbitzer Holzofenbäcker Helmut Kaußler dafür gefertigt und Grillmeier diese gesegnet. Am Ende der Andacht dankte der er den vielen Mitwirkenden an der Pferdewallfahrt, der Feuerwehr um Kommandant Thomas Hartmann für die Absicherung, Christian Bäß für die Beschallung sowie Monika und Bernhard Walter für die Entsorgung der Pferdeäpfel. Im Anschluss an die Reiterprozession wartete auf die Teilnehmer im Gasthof "Rotes Roß" eine deftige Reiterbrotzeit.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.