Messlatte gibt KIrchenlaibacher Gläubigen Sicherheit

In Kirchenlaibach und Mockersdorf können wieder Messen gefeiert werden. Doch dafür waren nicht nur in den beiden Kirchen umfangreiche Vorarbeiten nötig.

Das Mesnerehepaar Annemarie und Manfred Fischer maß die Abstände zwischen den Plätzen aus, auf denen die Gottesdienstbesucher sitzen dürfen.
von Autor HAIProfil

"Es war schon ein kleiner Kraftakt, die diözesanen Anweisungen zur Einhaltung der staatlichen Infektionsvorschriften vom 29. April für die Liturgie kurzfristig für die Pfarreiengemeinschaft umzusetzen", berichtet Pfarrer Sven Grillmeier. Es sei versucht worden, für die Dreifaltigkeitskirche in Kirchenlaibach und die St.-Michael-Kirche in Mockersdorf sowohl der christlichen Verantwortung für die Gesundheit als auch dem Bedürfnis der Gläubigen, Gottesdienst zu feiern, gerecht zu werden.

Grüne und rote Sitze

Unter Einhaltung der allgemeinen staatlichen Beschränkungen wurden Rahmenbedingungen und Vorgaben definiert, die schrittweise die Teilnahme an Gottesdiensten wieder ermöglichen. Einen Nachmittag lang waren Grillmeier und das Mesnerehepaar Annemarie und Manfred Fischer dabei, Sitzplätze mit der Zwei-Meter-Richtlatte auszumessen, die Plätze grün und rot abzukleben, Fußbodenmarkierungen aufzubringen und die Laufrichtungen durch Pfeile zu kennzeichnen. Alle Möglichkeiten wurden ausgeschöpft, Stühle unterzubringen, um möglichst viele Sitzmöglichkeiten anbieten zu können.

Eigentlich haben in der Dreifaltigkeitskirche in Kirchenlaibach 404 und in Mockersdorf 120 Christen Platz. Um die Abstandsregelung einzuhalten, musste die maximale Anzahl auf 46 beziehungsweise 16 (jeweils grüne Plätze) begrenzt werden, rechnet Grillmeier vor. Emporen müssen geschlossen bleiben. Er bittet um Anmeldung zu den Samstags- und Sonntagsgottesdiensten dienstags bis freitags am Vormittag im Pfarrbüro. Der Seelsorger hat die Anzahl der Messfeiern am Wochenende erhöht (in beiden Pfarrkirchen samstags um 19 Uhr und sonntags um 8.30 Uhr sowie zusätzlich um 10.30 Uhr in Mockersdorf, in Kirchenlaibach zusätzlich um 17 Uhr). Jeden Sonntag um 19 Uhr wird die Messe im Internet übertragen.

Für die Gottesdienstteilnehmer gilt in der Liturgie der Mindestabstand von mindestens zwei Metern (außer für Personen eines gemeinsamen Haushalts), Pflicht ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Nicht nötig ist diese, wenn Texte vorgetragen werden oder die Kommunion empfangen wird.

Beim Betreten und Verlassen der Kirche bittet Grillmeier die Abstands- und allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten. In Kirchenlaibach ist nur die Kirchentür zum Parkplatz und in Mockersdorf der Seiteneingang geöffnet. Im Eingangsbereich stehen Desinfektionsmittel zur Verfügung. Die Toilettenanlagen bleiben geschlossen. Ordner in der Kirche helfen, einen noch freien Sitzplatz zu finden.

Chorgesang ist nicht möglich. Das Gotteslob muss von zu Hause mitgebracht werden. Die Kollekte erfolgt über Körbchen an den Ausgängen. Verzichtet wird auch auf den Friedensgruß. Zum Kommunionempfang wird der Priester mit desinfizierten Händen und Spuckschutz am Mittelgang die Kommunion austeilen. Die Gläubigen sollen kurz vor dem Kommunionempfang die Hände desinfizieren. Eine Mundkommunion ist nicht möglich. Wer nicht die Kommunion empfängt, wird ohne Berührung mit Abstand gesegnet.

Wieder Krankenkommunion

Für Requiem, Taufe und Trauung, gelten die gleichen Platz- und Abstandsregeln sowie zahlenmäßige Begrenzungen für Teilnehmer wie bei einer Messe. Eine Taufe ist zudem im engen Familienkreis möglich. An Bestattungen dürfen maximal 15 Personen, Bestattungsmitarbeiter und ein Geistlicher teilnehmen (Abstand 1,5 Meter). Auf einen gemeinsamen Zug zum Friedhof muss verzichtet werden.

Weiter teilt Grillmeier mit, dass die Krankenkommunion ab Mitte Mai unter Wahrung der Hygienevorschriften wieder zu den Kranken der Pfarreiengemeinschaft an telefonisch vereinbarten Terminen gebracht wird. Die Krankensalbung wird weiterhin den Schwerkranken und Sterbenden gespendet, Letzteren auch die Kommunion.

Zur Krankensalbung und Sterbebegleitung ist der Besuch des Geistlichen in einem Krankenhaus und einem Alten- oder Pflegeheim nur auf ausdrücklichen Wunsch der Angehörigen und im Einvernehmen mit der Leitung der jeweiligen Einrichtung möglich.

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