23.08.2020 - 14:38 Uhr
KirchenpingartenOberpfalz

Spielen oder nicht spielen

Frankenpfälzer Bühne kämpft mit Unwägbarkeiten bei der Planung. Die Hauptrolle geht an Corona.

Die alte und fast neue Vorstandschaft. Die Stuhlreihe v.l.: Katja Heinz, Elke Bauer, Corina Peetz, Ronja Prechtl, Wolfgang Buchbinder, Anita Schmidt und Kerstin Legath. Stehend v.l.: Josef Bauer, Josef Dötsch, Bürgermeister Markus Brauner und Matthias Siebeneichner.
von Bernhard KreuzerProfil

Spielen oder nicht spielen, das war die Frage bei der Jahreshauptversammlung der Frankenpfälzer Bühne am Freitag. Regulär wäre es im Januar 2021 wieder soweit Zuschauermagnet für eine ganze Region zu sein. Aufgrund der nicht zu erfüllenden Kartennachfrage der fünf Aufführungen im Januar dieses Jahres wurde bereits in Erwägung gezogen die nächste Theaterreihe um eine sechste zu erweitern.

In die Mehrzweckhalle hatte man eingeladen um die Abstandsregeln zur Coronakrise einhalten zu können. Dadurch verloren sich die 16 gekommenen Mitglieder an den Tischen eines großen Karrees. Begrüßt werden konnte dazu Bürgermeister Markus Brauner, der in seinem Grußwort die Arbeit der Vereine, den Zusammenhalt und die Disziplin der Bürger in der Coronakrise lobend heraushob.

Zu Beginn wurde dem verstorbenen und langjährigen Regisseur der Bühne Gerd Berlinger sowie dem engen Theaterfreund Karl Wittmann aus Friedenfels gedacht.

Auf das abgelaufene Vereinsjahr blickten die Schriftführerinnen Kerstin Legath und Ronja Prechtl. An den gestalteten Kreuzweg im April vergangenen Jahres erinnerte sie, an die Familienwanderung zur Flötztalhütte, den Theaterausflug im September nach Steinberg am See, das alljährliche Kirwaessen und den Start der Theaterproben. Die Theaterfreunde in Mehlmeisel und die Dorfgemeinschaft Fenkensees wurden besucht. Der Bürgerstiftung Lebenfreude in Speichersdorf konnte eine Spende von 500 Euro übergeben und das Ferienprogramm der Gemeinde mit „Natur erkunden und erleben“ bereichert werden.

Zu den ersten Opfern der Corona-Pandemie zählte der Besuch der Theatergruppe Friedenfels und des Wandervereins Görau, ergänzten die Schriftführerinnen.

Was tun, fragte Vorsitzende Josef Dötsch mit Blick auf die bevorstehende 31. Theatersaison. Ende Januar und Anfang Februar 2021 soll sie starten. Die große Unbekannte ist die Coronakrise mit den verbundenen Auflagen. Die Entwicklung ist zurzeit nicht abschätzbar. Nichts tun wäre nach Meinung der Mitglieder die falsche Reaktion. Die Antwort darauf hieß am Freitag zuerst einmal ein Theaterstück auszusuchen. Ende Oktober, zum sonst üblichen Start der Proben, fällt dann die Entscheidung, ob aufgrund von Anordnungen die Vorbereitungen fortgesetzt werden können. Die Schauspieler hoffen innigst, dass die kommende Saison dem Virus nicht zum Opfer fällt.

Ein Ausfall würde auch die Spendenfreudigkeit der Frankenpfälzer Bühne einschränken. Jährlich kommen aus den Einnahmen nennenswerte Beträge gemeinnützigen Einrichtungen zugute. Wer dieses Jahr in den Genuss kommt entscheidet die neu gewählte Vorstandschaft in ihrer nächsten Sitzung.

Die beiden Kassenführerinnen Katja Heinz und Carina Peetz konnten auf einen gute Abschluss ihrer Bücher verweisen und wurden von Revisor Josef Bauer für ihre Arbeit sehr gelobt.

Keine Überraschungen brachten die Neuwahlen mit sich. Mit Ausnahme des dritten Vorsitzenden Hannes Kohl stellten sich alle Mitglieder wieder zur Verfügung und wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Der neuen Vorstandschaft gehören an:

Vorsitzender Josef Dötsch, Zweite Vorsitzende Elke Bauer, Dritter Vorsitzender Matthias Siebeneichner, Schriftführerinnen Kerstin Legath und Ronja Prechtl, Kassenführerinnen Katja Heinz und Carina Peetz, Beisitzer Anita Schmidt und Wolfgang Buchbinder sowie Kassenprüfer Josef Bauer.

Eines wird die Frankenpfälzer Bühne auch ohne Theateraufführung machen, ihren Anbau an die Mehrzweckhalle gegen niedrige Temperaturen der kalte Jahreszeit weiter zu schützen.

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