29.07.2020 - 16:17 Uhr
KirchenpingartenOberpfalz

Stelen Einladung zum stillen Verweilen

Eine Bereicherung für die Pfarrgemeinde und ein Gewinn für die Menschen ist der neue Gebetsweg auf der Freifläche beim Gotteshaus in Kirchenpingarten. Zum Patroziniumsfest des heiligen Jakobus dem Älteren wurde er feierlich eingeweiht.

von Bernhard KreuzerProfil

Der Gebetsweg soll zum stillen Gebet, zur inneren Einkehr und zum Verweilen einladen. Dies auch bei der Betrachtung der Glasbilder der fünf Stelen, die gegen das Sonnenlicht gesehen dazu auffordern sich mit ihnen intensiver zu beschäftigen, weil das brechende Licht die runden Buntverglasungen zum Leuchten bringt und so neue Bilder schafft, die sonst nicht gesehen werden können.

Der Katholische Frauenbund hat den nach Motiven des glorreichen Rosenkranzes gestalteten Gebetsweg gespendet. Die Anregung dazu kam von Schatzmeisterin Christine Mayer. Viel Energie hat sie bis zur Verwirklichung eingesetzt. Vorsitzende Renate Hirschmann dankte ihr dafür mit einem Blumenstrauß. Weiterer Dank galt der Unterstützung durch Pfarrer Reinhard Forster, den vielen Helfern sowie dem Kirchenkünstler der Diözese Regensburg, Erwin Otte aus Reuth bei Erbendorf. Er bildete die fünf Geheimnisse über die Auferstehung Jesu auf den Gläsern ab.

Die so gestalteten fünf Stelen schaffen eine Verbindung zum Kreuz auf der Ostseite des am Jakobsweg liegenden Gotteshauses. "Mein Anliegen war es, dass man sich mit den Bildern beschäftigen muss", sagte der Künstler bei der Einweihung. Die dezent gestuften Farbschattierungen schaffen zu dem eine Symbiose zur würdevollen inneren Gestaltung der barocken Kirche. Die Stelen und ihre gepflasterten Einfassungen sind aus Flossenbürger Granit.

Pfarrer Forster sagte in seiner Predigt, "der Gebetsweg ist ein Geschenk für die Gemeinde". Er bilde in seinen fünf Geheimnissen den Weg des Lebens ab. Es sei ein Rosenkranzweg, der wiederum das Gebet des Pilgers sei, wobei am Ende des Lebens unsere, aber nicht Gottes Möglichkeiten am Ende sind. Der Geistliche sah in dem gewählten Platz, der einmal ein Friedhof war, viel Sinnbildliches. Der irdische Weg des Menschen endete hier, und von einem Friedhof gehe die Botschaft von Ostern aus. "Deshalb haben die Verantwortlichen des Frauenbundes sich für die fünf glorreichen Geheimnisse entschieden, denn nur der Lebensweg auf der Erde findet hier seinen Abschluss."

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