(fm) Im Informationsteil ging Bürgermeister Roman Berr im Gasthaus Glöckner auf die Bevölkerungszahl und -gliederung in der Gemeinde Etzelwang ein. Die Entwicklung sei bei derzeit 1396 Einwohner durch geringere Geburten etwas rückläufig. "Erfreulich ist die private Bautätigkeit der letzten Jahre." Auch die Gemeinde habe hohe Beträge in die Infrastruktur und Dorferneuerung gesteckt - und trotzdem die Verschuldung in vertretbarem Rahmen gehalten, betonte der Sprecher weiter.
Ein Einbruch bei der Gewerbesteuer tue allerdings weh, denn die größeren Ausgabeposten wie Umlagen stiegen an. Beim Schulverband mit Neukirchen stelle Etzelwang zwei Grundschulklassen, für die Hauptschule waren zuletzt nur zwölf Schüler gemeldet.
Anwesende Bürger kamen bei den Anfragen auf die Versickerung des Reinbachs zu sprechen, deren Gründe geprüft werden sollten. Ebenso war der Hochwasserschutz ein Thema, wobei hier überörtliche Planungen anstehen.
Großes Interesse wuchs bei der Planvorstellung des Ingenieurbüros Rösch für den Dorfplatz Kirchenreinbach. Hier steht für 2019 innerhalb der Dorferneuerung ein Vorschlag zur Debatte. Die bisherige Ideensammlung der Bevölkerung setzte das Büro in einen Vorplan um, den Markus Rösch per Beamer auf der Leinwand vorstellte.
Möglich werde das Vorhaben durch den Abbruch einer alten Scheune in der Nachbarschaft der St.-Ulrichs-Kirche. Auf der Fläche soll ein eingeschossiger Pavillon mit 23 Metern Außenlänge entlang des Reinbachs entstehen. Eine überdachte Veranda von drei Metern ergebe Freisitze, im Innenbereich von 20 Metern werden der große Aufenthaltsraum, die Toiletten, eine Küche und ein Lagerraum untergebracht. An die Stirnseite zur Ortsstraße hin kommt eine Bushaltestelle.
Zwischen dem Bau und der Zufahrt zur Kirche ergibt sich ein Vorplatz, dessen Gestaltung noch offen ist. Begrünung mit Bäumen ist vorgesehen, auch zur vorbeiführenden Ortsstraße hin. Der Entwurf führte zur regen Beteiligung mit etlichen Kommentaren und Nachfragen sowie einigen Änderungs- oder Ergänzungswünschen bei der Innenaufteilung oder im Freigelände.
Diese werden in einen geänderten Vorplan eingearbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt. Angesichts der Nähe zur Kirche wurde das Denkmalamt informiert. Da die Scheune bisher den Blick auf das Gotteshaus versperrte, gewinnt man durch den niedrigen Bau eine bessere Perspektive.
Als zweites Objekt für die Anmeldung zur Dorferneuerung steht das Umfeld des Feuerwehrhauses zur Debatte. Hier macht die Ableitung des Oberflächenwassers von den angrenzenden Hängen her Probleme, die durch eine Verrohrung im Straßengraben gelöst werden sollen. Weiter soll im Einmündunsbereich der Straße eine Verkehrsberuhigung erreicht werden.
Die Planvorlagen und Debatten hatte Steffen Schneider vom Amt für Ländliche Entwicklung Tirschenreuth interessiert verfolgt. Er gab dazu keine Stellungnahme ab, da die endgültige Antragsfassung erst mit dem Gemeinderatsbeschluss vorliegen wird. Er wies darauf hin, dass private Vorhaben im Planungsbereich ebenfalls zur Förderung berechtigen. Mittel aus dem Landesprogramm stehen für 2019 noch zur Verfügung, so dass die Gemeinde zeitnah ihr Vorhaben melden sollte.












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