27.08.2021 - 21:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Alfons Wilterius mit 86 Jahren verstorben

Kirchenthumbach trauert um eine Vereinsikone. Alfons Wilterius ist am Freitag verstorben. Zahlreiche Vereine konnten sich jahrzehntelang auf ihn verlassen.

Alfons Wilterius ist verstorben
von Fritz FürkProfil

Alfons Wilterius, dem das Vereinsleben in der Marktgemeinde vieles zu verdanken hat, ist tot. Er verstarb überraschend am Freitag 86-jährig im Klinikum Weiden. Ohne Übertreibung kann gesagt werden: Hätte es den „Alfons“ nicht gegeben, wäre der Handwerker-und Gewerbeverein sowie der Imkerverein schon längst aus dem Vereinskartell gelöscht worden.

Wilterius erblickte am 13. Oktober 1934 in Kirchenthumbach als viertes von sieben Kindern das Licht der Welt. Seine Eltern betrieben am Marktplatz eine Sattlerei und eine Landwirtschaft. Nach dem Schulbesuch erlernte er im elterlichen Betrieb das Sattler-und Polstereihandwerk. Ab 1959 besuchte er die Meisterschule in Stuttgart, ehe er 1960 den elterlichen Betrieb übernahm. Auch als Rentner war er fast täglich in seiner „Sattlerwerkstatt“ anzutreffen.

1960 heiratete er Ida Meier aus Vorbach. Aus der Ehe gingen drei Söhne und eine Tochter hervor. Aus dem gesellschaftlichen Leben des Marktes war Alfons Wilterius nicht wegzudenken. Ans Herz gewachsen waren ihm die Vereine, die etwas auf die Beine stellten und das kulturelle Leben bereicherten. Den Handwerker- und Gewerbeverein führte er 21 Jahre lag als erster Vorsitzender. Aufgrund seiner Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Das Schmücken des Brunnens in der Osterzeit, die Auftritte des Nachtwächters beim Weihnachtsmarkt und die Gewerbebälle gehen auf seine Initiative zurück. Bei der Herausgabe des Marktanzeigers, hat Wilterius entscheidend mitgewirkt. Mit Leib und Seele war er auch Imker. Seit 2004 war er Vorsitzender des Vereins, wobei ihm die Nachwuchsförderung am Herzen lag.

Seit über 65 Jahren gehörte der Jubilar der Feuerwehr an, seit 35 Jahren der Christlichen Wählergemeinschaft und seit 30 Jahren der Blaskapelle Kirchenthumbach, zu deren Gründungsmitgliedern er zählte. Unvergessen sind auch sein Engagement als Theaterspieler im Josefshaus bei der damaligen Kolpingfamilie. Die PEGA 2003 ist unter seiner Mithilfe auf die Beine gestellt worden. Seine Heimatliebe drückte sich auch dadurch aus, dass er kaum ein Heimspiel des SC Kirchenthumbach verpasste.

Beisetzung am Friedhof in der Bayreuther Straße ist am am Mittwoch, 1. September, um 15.15 Uhr, anschließend ab 16 Uhr Trauergottesdienst in der Pfarrkirche.

 

 

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