28.03.2021 - 16:19 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Bienen brauchen Frühblüher

Eine Biene auf blühendem Palmkätzchen markiert den ersten warmen Tag. Imkervereinschef und Kreisvorsitzender Reinhold Ziegler erläutert die harmonische Szene.

Prompt mit dem ersten warmen Tag suchen die Bienen die blühenden Weidenkätzchen zur Nahrungsaufnahme auf.
von Redaktion ONETZProfil

In den Anfängen der Imkerei, auch Zeidlerei genannt, stahlen die Menschen laut Ziegler den damals ausschließlich wildlebenden Bienen deren Honig. Imkerei im heutigen Sinn kam erst später auf. Die heutigen Bienenkästen, der mobile Wabenbau, kam erst im 19. Jahrhundert in Gebrauch, mit dem Vorteil, dass die Völker zu ertragreichen Landstrichen gebracht werden konnten. "Die Bienenvölker sind am Ende des Winters mit ungefähr 5000 Individuen relativ schwach aufgestellt", erzählt der Kreisvorsitzende des Landesverbandes Bayerischer Imker. In den anschließenden Wochen wachsen die Völker auf 30 000 bis 40 000 Arbeitsbienen an. In diesem Anfangszeitraum seien die Bienenvölker auf Weiden und andere Frühblühern angewiesen. Ein Bienenvolk benötige für seine Brutpflege jährlich 200 bis 300 Kilogramm Nektar und dazu ungefähr 30 bis 50 Kilogramm Pollen, der Blütenstaub der Pflanzen, die von den Bienen bestäubt werden.

Den Pflanzen werde hiermit erst zu einem guten Ertrag verholfen. Um den Bienen zu mehr blühenden Sträuchern zu verhelfen, kann jeder Gartenfreund die Weiden durch Stecklinge vermehren. Einfach einen fingerdicken Zweig in feuchten Untergrund stecken, oder die Erde selber feucht halten, bis dieser angewachsen ist. Daraus entsteht dann ein schöner, im Frühjahr blühender Strauch als Tummelplatz für Bienen und andere Insekten.

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