08.06.2021 - 09:45 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

CSU-Markträte machen Kirchenthumbacher Rathaus Druck

Der Wunsch nach mehr Power im Kirchenthumbacher Rathaus wird immer lauter. Auch den CSU-Marktgemeinderäten geht vieles zu langsam, sie fordern in einigen Punkten schnelleres Handeln.

Eine zügigere Umsetzung der im Gemeindeetat 2021 eingeplanten Investitionen mahnte CSU-Sprecher Josef Schreglmann an.
von Robert DotzauerProfil

Fünf Kalendermonate sind 2021 schon wieder Vergangenheit, da bleiben nur noch 7 Monate, um Beschlüsse des Marktgemeinderates umzusetzen, rechneten die CSU-Ratsmitglieder Josef Schreglmann und Winfried Sporrer Bürgermeister Jürgen Kürzinger und den Kolleginnen und Kollegen des Kirchenthumbacher Rates in ihrer Sitzung vor. Beide Kommunalpolitiker sind in Sorge, dass sich nach einer zeitigen Verabschiedung des Gemeindehaushaltes die geplanten Investitionen verzögern. „Wir sehen bei vielen Projekten noch keine Bewegung“, hieß es. Mit einem zehn Punkte umfassenden Fragenkatalog forderten sie Aufklärung und eine „zeitnahe Inangriffnahme aller beschlossenen Maßnahmen“.

Umfangreiche Nachfragenliste

Die beiden Ratsmitglieder interessierte vor allem der Planungsstand wichtiger Infrastrukturprojekte, wie zum Beispiel der Kanal- und Wasserleitungsbau, die Aufgabenstellung in der Lindenstraße und der Stand der Ausbauplanungen für die Baugebiete „Im Anger“ und der „Kapelläcker“. Der „Nachfragen-Katalog“ enthielt zudem die Themen Kläranlagensanierung, Straßenunterhalt und barrierefreier Zugang zum Rathaus. Die beiden CSU-Räte vermissen auch die längst überfällige Anlage von Ausgleichsflächen im Zusammenhang mit den Gewerbegebietserschließungen. Für die Umsetzung und für eine langfristige Pflege gebe es vonseiten der CSU-Fraktion viele Ideen, betonte CSU-Sprecher Josef Schreglmann in der Marktgemeinderatssitzung in seinem ergänzenden mündlichen Vortrag. Zudem forderte Schreglmann bei zeitlichen Verzögerungen von Projekten eine anderweitige Verplanung von Haushaltsmitteln.

Verwundert über die Fragen-Litanei zeigte sich Bürgermeister Jürgen Kürzinger. „Es wurde doch schon vieles begonnen, und bei weiteren Projekten laufen die Planungen.“ Der Anfragen hätte es deshalb gar nicht bedurft. „Wir sind guter Dinge“, so der Bürgermeister. Auf einige Einzelprojekte eingehend verwies der Gemeindechef auf die intensiven Vorplanungen für die Kläranlage unter Einbeziehung des Marktgemeinderates und Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde zur Grüngestaltung der Ausgleichsflächen. Umgehend kündigte Kürzinger den behindertengerechten Umbau des Rathaus-Außenbereiches ein. Mit Blick auf die Ausweisung weiterer Baugebiete gab Geschäftsleiter Matthias Kroher zu bedenken: „Eine gute Planung geht nicht von heute auf morgen.“ Als mitursächlich für Planungsverzögerungen nannte Kroher auch Personalengpässe in den Planungsbüros.

Vorrang auf Impfstoff

Den Informationsteil der öffentlichen Sitzung begann der Bürgermeister mit einem Hinweis auf die erhöhte Impfpriorität für kommunale Mandatsträger bei der Corona-Schutzimpfung. Kürzinger zitierte aus einem Schreiben des Bayerischen Innenministeriums. Demnach fallen Gemeinderäte und Beschäftigte in der kommunalen Verwaltung in die erhöhte Priorität der Stufe 3. Entwarnung gab Kürzinger zur Raumluftuntersuchung der Volksschule. „Die Ergebnisse sind nicht auffällig.“ Der Bürgermeister kündigte eine Vorstellung der Untersuchungsergebnisse in einer der nächsten Sitzungen an. Aus der nichtöffentlichen Bauausschusssitzung informierte der Bürgermeister über die Auftragsvergabe eines Wanderwegekonzeptes an das Büro „Geo-Plan“, einem Spezialisten für Orts- und Raumplanung aus Bayreuth. Die Vergabesumme beträgt 17.612 Euro.

Mäharbeiten im Einklang mit dem Naturschutz

Aus dem Gremium kam der Wunsch, die Dringlichkeit der Mäharbeiten nicht zu vernachlässigen. Bürgermeister Jürgen Kürzinger verwies auf weitere Auftragsvergaben an einen privaten Dienstleister. Mit dem neuen Kommunaltraktor seien dann zusätzliche Einsätze möglich. Er strebe im Zusammenhang mit Mäharbeiten an Gemeinde- und Flurwegen eine Zusammenarbeit mit den Jagdgenossenschaften an, so der Bürgermeister. Vorrang habe allerdings die Grabenreinigung. Zu beachten seien auch die Wünsche des Naturschutzes, merkte Georg Adelhardt an. Richard Götz vermisst immer noch die Vorschläge des Bauhofleiters. Das Thema Mäharbeiten geistere bereits seit Jahren durch den Rat. Auf Anfrage von Philipp Kroher bestätigte Kürzinger den umgehenden Einbau der Poller am alten Sportheim. Josef Schreglmann regte noch an, in den Sommermonaten die Schulturnhalle für den Sport und Versammlungen zu öffnen.

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„Eine gute Planung geht nicht von heute auf morgen.“

Geschäftsleiter Matthias Kroher

 

 

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