26.02.2019 - 10:42 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Fasching des Frauenbunds Kirchenthumbach in Pfarrsaal

Mit teilweise exotischen Klängen kehrte beim Frauenbundfasching im Pfarrsaal internationales Flair ein.

Hochkarätige Schauspieler des "Wiener Burgtheaters" lösten im Pfarrsaal Lachsalven aus.
von Walther HermannProfil

Bei ihren Begrüßungsworten an Gäste aus nah und fern mutmaßte Monika Steger mit einem Blick in den Saal, dass „manche Ortsteile wahrscheinlich verwaist sind“. Sie hieß besonders Pfarrer Augustin Lobo und Nachbarzweigvereine des Frauenbundes willkommen. Nach Begrüßungsgstanzln des Frauenbundchores übernahmen die Vorbacher Musikanten Gerd und Werner mit „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“, das musikalische Dirigat. Gerd wünschte „angenehme Stunden im wunderschönen Pfarrheim". Als er mit „Fliege mit mir in die Heimat“ und mit der „Frau Meier“ zum gemeinsamen Feiern aufrief, war die große Frauengemeinschaft bereits in Schunkelstimmung.

Unterstützung erhielten die Veranstalter von einer Gruppe jüngerer Frauen, die Steger als Abgesandte des „Wiener Burgtheaters“ ankündigte. Deren Beitrag „Canon der anderen Art“ sollte jedoch nicht gesungen werden. Die Regisseurin stellte unentwegt die Frage „Wenn ich nicht der Fasching wär, was würde ich dann sein?“. Es traten stets neue Akteure auf die „Bühne“ und stellten sich bei rhythmischer Begleitmusik mit typischen Armbewegungen vor. Schließlich standen sechs Schauspieler nebeneinander und achteten darauf, dass sie sich bei ihrem rhythmischen Bewegungsspiel nicht gegenseitig behinderten: Polizist, Krafttrainer, Maler, Zimmerer, Waschfrau, Balletteuse, Boxerin und Klosterfrau. Das Publikum tobte vor Vergnügen.

Gerd und Werner forderten Lokalwechsel, entführten in Junkers Kneipe und riefen erfolgreich zur „Damenwahl“ auf. Das „Bauerntheater Dumba“ lud zur Premiere von „Der moderne Mann“ ein. Der wohlbeleibte Hausherr saß an einem Tisch und war in seine Zeitung vertieft. Als Ehefrau Martina unerwartet von Kerstin Besuch erhält, erklärt sie ihr, dass ihre „alte Stinksocke“ nichts von ihren Plaudereien mitbekommt, da ihn außer Bier und der Bildzeitung seit Jahren nichts interessiert und sie daran nichts ändern kann.

Mit vielen Erklärungen versichert ihr Kerstin, dass der Mann mit einem Update wieder auf dem neuesten Stand gebracht werden kann. Zum wortgewaltigen und szenenreichen Geschehen gehören nun das Löschen der Festplatte durch einen Nudelholzschlag auf den Arbeitsspeicher (Hinterkopf) und das Stecken eines USB-Kabels in den Mund. Das andere Ende des Kabels verbindet sie mit ihrem Handy und startet das „Make a Man App“. Als sich nach einigen Sekunden erste Reaktionen zeigen, muss Martina noch fest auf den großen Zeh, den Hauptschalter, treten, damit die Stinksocke „neu bootet“. Als er auf die Frage „Heinz, liebst du mich noch?“ mit „non capisco“ wild auf der Bühne herumhüpft, wird es Kerstin klar: „Ich habe versehentlich die falsche App benutzt, die Super Mario App.“

Als Kontrastprogramm dazu tritt ein Seniorenpaar mit Gehwagen auf und wünscht sich von einer Ruhebank aus Eisspezialitäten. Nach gründlichen Merksprüchen zu den Eiswünschen macht sich der Ehemann auf den Weg und kehrt mit der Bemerkung „es war nicht viel los“ bald zurück. Als er jedoch statt Eis zwei Wurstsemmel auspackt, kontert die Frau energisch: „Ich hab dir’s gsagt, schreib dir‘s auf!“

Nach einem „Verdauungslied“ nach der Melodie „My Bonnie is over the ocean“ mit vielen Bewegungsanimationen und einem Klopfer-Prost fand das Programm mit dem Auftritt der Schlammersdorfer Bauchtanzgruppen seinen krönenden Abschluss. Mit bereits großem Rhythmusgefühl und der Koordination von Musik und Bewegung begeisterte die Kindergruppe und ließ bei Shimmy-Bewegungen den Münzgürtel kräftig klimpern. Ebenso die farbenprächtige Jugendgruppe. Sie demonstrierte mit Tüchern und Tamburins das Hineinschlüpfen der Mädchen in ein anderes Ich.

Nach audiovisuellen orientalischen Genüssen erwarteten die Besucher Gaumengenüsse in Form von Bratwürsten und Sauren Zipfeln. Gerd und Werner leiteten über von orientalischen Klängen ins Tiroler Land.

Auf Hausfrauenart löschte Ehefrau Martina die "Festplatte" ihrer Stinksocke
Mit Tüchern, Tamburins und vielen Shimmy-Bewegungen brachten die Schlammersdorfer Bauchtänzerinnen einen Hauch Orient in den Saal.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.