22.11.2018 - 16:55 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Kindern in Bosnien Freude machen

Nach kriegerischen Auseinandersetzungen leiden die Schwächsten. In Bosnien ist das auch 20 Jahre nach dem Ende der grausamen Kampfhandlungen noch so. Doch die Menschen auf dem Balkan werden in ihrer Not nicht alleine gelassen.

Hans Karl und seine ehrenamtlichen Helfer beladen selbst jeden Transporter mit Hilfsgütern. Im Dezember wird ein mit Geschenkpäckchen beladener Lastwagen die Fahrt antreten, um zum Weihnachtsfest in Waisenhäusern sowie bei kinderreichen Familien, alten Menschen, Kranken und Obdachlosen etwas Freude zu verbreiten.
von Georg PaulusProfil

Bosnien-Herzegowina, Hauptstadt Sarajewo, circa 3,5 Millionen Einwohner. 1992 Überfall durch meist serbische Nationalisten, Bürgerkrieg, Ermordung von Tausenden, Massengräber. 1995 Friedensvereinbarung, danach Stationierung einer Friedenstruppe. Übrig blieben Trümmer, viele Witwen, Waisen, kranke und alte Menschen.

Weil das Sozialsystem des Landes dem Unseren nicht vergleichbar und staatliche Unterstützung mangelhaft ist, leiden immer noch sehr viele Menschen bittere Not. Eine Überschwemmungskatastrophe vor einigen Jahren, dazu große Kälteeinbrüche machen das Leben nicht leichter. Das Wort "Gerechtigkeit" dürfte manchen wie Hohn in den Ohren klingen.

Kinderreichen Familien, Waisen, alten Menschen und Obdachlosen gilt bereits seit Jahren die besondere Aufmerksamkeit der Aktion "Für das Leben und die Hoffnung". Gegründet von Hans Karl trat sie die Nachfolge seiner "Polenhilfe" aus den 1980er Jahren an.

Gemeinsam mit "Pomoc", einer Initiative aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, läuft aktuell wieder die Aktion "Weihnachtspäckchen". Diese soll über die Serbisch-Orthodoxe Kirche in Koprivna zusammen mit dem "Centav za Izgrdnju mira" (Zentrum für Friedensaufbau) Weihnachtsfreude in Waisenhäuser, kinderreiche oder sozial schwache Familien, zu älteren, kranken Menschen und Obdachlosen bringen.

Über die Größe der Pakete kann der Spender ebenso entscheiden wie über die Zielgruppe, erläutert Hans Karl: ob Mädchen, Jungen, Familien oder ältere Menschen. Bei Päckchen für Kinder sollte das Alter des Empfängers angegeben werden. Süßes ist für alle Pakete geeignet: von Schokolade, Kaba und Keksen über Cornflakes und Müsliriegeln bis zu Kaugummi. Heiß begehrt ist auch Spielzeug (keine Monsterfiguren oder Kriegsspielzeug). Mützen und Socken, Schals und Handschuhe sind ebenfalls sehr beliebt.

In ein Familienpaket können Teebeutel, Kaffee und Puddingpulver, Dosenfisch, Nudeln, klare Fleischsuppe, Käse und Salami (in Folie eingeschweißt), Bienenhonig (nur in Plastikflaschen) sowie Pflegemittel: von Hautcreme und Duschgel bis zu Shampoos und Zahnpasta (keine Seife, Waschmittel und Handtücher). Wegen Bruchgefahr sollten keine Gläser verwendet werden.

Päckchen können bis Samstag, 1. Dezember, abgegeben werden bei: Hildegard Paulus, Zinkenbaumstr. 42 Eschenbach, Telefon 09645/914465); Hans Karl, Blechmühle 2, Kirchenthumbach, Telefon 09847/492; Familie Stabla, Paul Leistritz-Str. 20, Trabitz, Telefon 09644/91240; Elke Kirchberger, Pressath, Wollauer Str. 3, Telefon 09644/8214.

Dankbar ist Hans Karl auch für Geldspenden zugunsten des Transports auf Konto IBAN DE 83 7535 1960 0000 1005 03 bei der Sparkasse Kirchenthumbach oder - falls eine Spendenquittung gewünscht wird - auf Konto IBAN DE 47 7539 0000 0107 5202 04 bei der Raiffeisenbank Schlammersdorf (unter "Verwendungszweck" komplette Anschrift und Quittungswunsch angeben).

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