05.03.2021 - 11:30 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Kütschenrain: Bekenntnis zu besserer Freizeitinfrastruktur

Höchste Eisenbahn. Die Frist für die Förderanträge für das Regionalbutget endet. Auch Kirchenthumbach hat viele Wünsche. Einer davon: Ein Radweg- und Wanderkonzept rund um den Kütschenrain.

Der Höhenzug Kütschenrain um den Thurndorfer Kalvarienberg als Naherholungsgebiet der Kirchenthumbacher Bevölkerung und überregionaler Ausflugsort: Dieses Ziel soll nach dem Willen des Marktgemeinderates sukzessive verwirklicht werden
von Robert DotzauerProfil

Im Bauausschuss vorberaten diskutierte der Marktgemeinderat über Anträge der Bürgergemeinschaft Thurndorf und der Wählergemeinschaft Sassenreuth zur Erstellung eines Naherholungskonzeptes auf dem Kütschenrain. Die Wünsche beider Fraktionen beinhalten zudem die Erweiterung des Wanderwegenetzes. Themen, die die Marktgemeinderäte aus Thurndorf und Sassenreuth schon lange bewegen. „Das Gelände um den neuen Aussichtsturm ist wahrscheinlich das meistbesuchte Ausflugsziel in der Marktgemeinde“, mutmaßte Dritter Bürgermeister Alexander Schatz. Der Ratsherr beobachtet auch einen überregionalen Besucherboom in Zeiten von Corona. Zeit also zum Handeln.

Wanderwegekonzept und Freizeit-Infrastruktur

Seinen schriftlichen Antrag im Namen der beiden Fraktionen stellte der Thurndorfer in der Vollsitzung zusätzlich mündlich vor. Schatz empfahl in einem Beschlussvorschlag ein Gesamtpaket der Entwicklungsmöglichkeiten einschließlich eines Wanderwegekonzeptes und einer Freizeit-Infrastruktur für den Bereich des Kütschenrains und favorisierte die Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro. Schatz empfahl zudem, das Augenmerk auch auf die regionale Einbindung in Richtung Oberfranken und des westlichen Landkreisteiles zu richten. Vorstellbar ist nach seinen Worten die Umsetzung mit jährlichen Einzelmaßnahmen. Auch die Homepage der Kommune gelte es zu ergänzen.

Kütschenrain: Beliebtes Ausflugsziel

Kirchenthumbach

Alexander Schatz verstand seine Vorschläge als Appell an den Bürgermeister und an die Verwaltung, unter angemessener Berücksichtigung des Gremiums und der Gemeindebürger die Initiative zu ergreifen. Ein Angebot der Bayreuther Diplom-Geographen Reinhard Hutzelmann und Andreas Hacke mit dem Projekttitel „Entwicklung der Tourismus- und Freizeitinfrastruktur am Kütschenrain“ lag der Ratsversammlung bereits vor. Es beinhaltet Verbesserungen der Aufenthaltsqualität im Bereich um den Aussichtsturm, der Kalvarienberg- und der Waldkapelle. Als Einzelmaßnahmen schlagen die Geo-Planer unter anderem die Errichtung eines Trimm-dich-Pfads, eine wettergeschützte Aufenthaltsmöglichkeit, weitere Sitzgelegenheiten, eine Rodelbahn und eine Analyse der Parkplatzsituation vor.

Im Rahmen eines Wanderwege-Konzeptes empfehlen die Tourismusexperten Anbindungen an das bereits bestehende Rad- und Wanderwegenetz in alle Richtungen. Auch die Einbindung des künftigen Geopark-Wanderweges, für 2021 geplant, fand Erwähnung. Ergänzend dazu soll es eine „Kütschenrain-App“ geben, die vertiefende Informationen über den "Höhenzug Kütschenrain", mit 640 Metern die höchste Erhebung der Marktgemeinde, enthält.

Antrag schnell durch

In diesem Sinne lautete auch der Förderantrag der Marktgemeinde für das Regionalbudget der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE), den Bürgermeister Jürgen Kürzinger mit guten Nachrichten verband. Der Gemeindechef wusste von der raschen Anerkennung des Förderantrages und versicherte die Einleitung weiterer „verwaltungstechnischer Schritte“. Daniel Götz regte an, auch das Staatliche Bauamt Amberg/Sulzbach von den Bemühungen des Marktes in Kenntnis zu setzen, um die Straßenbauer von der Notwendigkeit eines Radweges entlang der künftigen Umgehungsstraße in Kirchenthumbach als Verbindungsstück zu den Radwegenetzen im Vierstädtedreieck zu überzeugen. Der formelle Antrag der Thurndorfer und Sassenreuther fand im Gremium allgemeine Zustimmung.

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