09.04.2020 - 10:26 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Das Osterfest neu erleben

Kein Osterfeuer, kein Gang zu Gottesdiensten: Heuer ist alles anders. Dennoch bittet Pfarrer Augustin Lobo, die Karwoche gut zu nutzen.

Wegen des Coronavirus wird das Osterfest diesmal anders, als es Christen gewohnt sind. Dennoch ruft Pfarrer Augustin Lobo dazu auf, zu beten und jeden Tag etwas Gutes zu tun.
von Fritz FürkProfil

Kaum vorstellbar, aber Realität: keine gewohnten Osterfeiern, kein Osterfeuer, kein Gang zu den Gottesdiensten. Gebetet wird dennoch zum höchsten Fest der Christenheit, allerdings aus der Distanz. Auch der Osterhase wird heuer, mit angezogener Handbremse, durch die Gärten und Grünanlagen hoppeln und für Kinder Nester mit Süßigkeiten verstecken. Doch trotz Corona-Pandemie wird das Leiden, Sterben und die Auferstehung Christus gefeiert, allerdings in einer anderen, in einer ungewöhnlich und in einer so noch nicht dagewesenen Form.

Seit über 2000 Jahren bewegt die Menschen das Leiden und Sterben Christi. Die Pfarrkirche ist zum stillen Gebet täglich von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. Auch in Indien, die Geburtsheimat von Pfarrer Augustin Lobo, hat Corona alles im Griff. Dort herrscht zurzeit eine 21-tägige strenge Ausgangsperre. Auch in Indien fallen alle Gottesdienste mit Gemeindemitgliedern aus.

In einem Grußwort zum Osterfest wandte sich der Geistliche an die Gläubigen, unter anderem mit den Worten: "Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote, Pandemie. Einem geheimnisvollen Virus ist dies gelungen: Covid – und kein Ende."

Ostern das wichtigste Fest für Christen, könne heuer nicht so gefeiert werden, wie man es gewohnt sei. Diese Tatsache schmerze vor allem ihn als Pfarrer. Doch trotzdem könne Ostern gefeiert werden, es falle nicht aus. Pfarrer Lobo meinte: In den kommenden Tagen feiere er die Geheimnisse des Leidens, des Sterbens und die Auferstehung des Herrn Jesus Christus im kleinsten Kreis, stellvertretend für die Gläubigen. Dabei rufe er die Lehre der Kirche in Erinnerung, wie es das 2. Vatikanische Konzil vorgelegt hat. Im Mysterium des eucharistischen Opfers, dessen Darbringung die vornehmliche Aufgabe des Priesters ist, wird beständig das Werk unserer Erlösung vollzogen. Darum werde eine tägliche Feier dringend empfohlen; sie ist auch dann, wenn keine Gläubigen dabei sein können, ein Akt Christi und der Kirche" (Presbyterum Ordinis 13).

An die Kinder, Jugendlichen und Minis gewandt schrieb Pfarrer Lobo: "Auch euch bitte ich, diese Karwoche gut zu nutzen. Tut jeden Tag ein gutes Werk! Betet in der Familie! Und bereitet Euch auf die Sakramente vor, die wir nach dieser Krise empfangen werden. Ich denke jeden Tag an Euch und schenke Euch mein Gebet! "Bleibt Gesund!" In das Gebet einschließen wird Pfarrer Lobe auch die, die für die Kranken da sind: Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern, Psychologen etc".

Alle hätten Grund zur Hoffnung. Das sei die frohe Botschaft von Ostern. Möge das Licht von Ostern, das Licht Jesus Christus, die Dunkelheit erhellen und uns allen Hoffnung, Mut und Zuversicht schenken.

Am Ostersonntag um 12 Uhr werden die Glocken längere Zeit festlich erklingen.

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