06.05.2020 - 11:22 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Pfarrer Augustin Lobo feiert silbernes Priesterjubiläum

Der 4. Mai wird in die Geschichte der Pfarrei Kirchenthumbach eingehen: War es Gottes Fügung oder ein kalendarischer Zufall, dass Pfarrer Augustin Lobo dank der Corona-Lockerungen doch noch sein silbernes Priesterjubiläum feiern konnte?

Pfarrer Augustin Lobo zelebriert zusammen mit einigen Gläubigen in der Kirchenthumbacher Kirche sein Jubiläum.
von Fritz FürkProfil

An einem 4. Mai wurde Pfarrer Augustin Lobo im Hohen Dom zu Coimbatore in Indien zum Priester geweiht. Jetzt, 25 Jahre später, ebenfalls am 4. Mai, konnte Pfarrer Lobo sein silbernes Priesterjubiläum feiern. Dies war aber nur möglich, da ab 4. Mai die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gelockert und Gottesdienste mit Gläubigen, wenn auch mit strengen Auflagen, wieder erlaubt waren.

Dem Jubiläumspriester waren Freude und Dankbarkeit anzusehen, als er wieder Mitbrüder und Gläubige im Gotteshaus begrüßten durfte. Vor dem Altar stand die große Zahl "25", geschmückt und umrahmt mit Buchsgrün. Zum Einzug der Geistlichen erklang aus Orgel und Trompete freudig und zugleich hochgenüsslich die Ouvertüre in D-Dur aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel. Konzelebranten waren Dekan Thomas Jeschner, Pfarrer Thomas Helm aus der Amberger Pfarrei Sankt Martin und die beiden aus Kirchenthumbach stammenden Geistlichen Georg Braun und Helmut Süß. Mit dabei war auch Patoralreferent Alfred Kick. Der Gottesdienst wurde als Video auf der Facebook-Seite der Pfarrei rund um den Globus übertragen. Dafür zeichnete Ewald Plößner verantwortlich.

In seiner kurzen Ansprache sagte Pfarrer Lobo unter anderem: "Ich begrüße die begrenzte Anzahl der Freunde und Gratulanten von nah und fern." Er denke am heutigen Tag an seine in Indien lebende Schwester. Sie sei aber in dieser Stunde zutiefst im Gebet mit ihm verbunden. Sein besonderer Dank galt seinen verstorbenen Eltern, denen er neben viel Liebe seinen Glauben verdanken könne. Er denke auch an seine großen priesterlichen Vorbilder und die Dominikaner weltweit. Lobos Dank galt Bischof Rudolf Voderholzer, der ihn durch die endgültige Aufnahme in der Diözese Regensburg inkardiniert habe.

Zum Jubiläumsgottesdienst und zum Mitfeiern gekommen waren auch alte Bekannte und Freunde aus seinen früheren Kaplanstellen in Reinhausen und Amberg. Sein weiterer Gruß galt allen Haupt- und Ehrenamtlichen der Pfarrei für ihre wertvolle Arbeit. Lobo schloss die alten und erkrankten Gemeindemitglieder und diejenigen der Risikogruppen und die Personen ein, die sich der Gefahr der Corona-Pandemie nicht aussetzen wollten und wegen der begrenzten Sitzplätze nicht anwesend sein konnten.

Eucharistie heiße Danksagung. Alle hätten Grund, immer wieder Gott Dank zu sagen für seine helfende Nähe, die er uns in seinem Namen offenbart habe, besonders in der Zeit der Corona-Pandemie. Heute dürfe er zusammen mit den Gläubigen der Pfarrei Mariä Himmelfahrt auf 25 Jahre priesterlichen Dienst zurückblicken. Er dankte den vielen Menschen, die ihn begleitet, getragen und manchmal auch ertragen hätten. Was aber das Leben eines Priesters im Letzten halte und trage, das sei die ständig neue Erfahrung der barmherzigen Liebe Gottes.

Eine zum Nachdenken anregende Predigt hielt Dekan Thomas Jeschner. Er gratulierte Pfarrer Lobo im Namen des Dekanats Neustadt/WN. Jeschner ging näher auf die Worte von Charles Foucould ein, die für das priesterliche Leben von Pfarrer Augustin Lobo prägend seien: "Es gehört zu deiner Berufung, das Evangelium von den Dächern zu rufen, nicht (nur) durch sein Wort, sondern auch durch dein Leben."

Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von Regionalkantor Bernhard Müllers, Trompeter Franz Badura und Herbert Fraunhofer.

Die Glückwünsche der Pfarrei überbrachte der Sprecher des Pfarrgemeinderates, Siegfried Failner. Zu Beginn seiner Dienstzeit in Kirchenthumbach habe Pfarrer Lobo den griechischen Philosophen Aristoteles mit den Worten zitiert: "Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen." In der Tat: In den zurückliegenden eineinhalb Jahren habe Pfarrer Lobo laut Failner das eine oder andere Segel neu gesetzt und dabei gewiss auch ein wenig Gegenwind zu spüren bekommen. Die Pfarrei habe ihren Pfarrer als sehr lustigen und lachenden Menschen kennengelernt. Seine Augen würden stets strahlen, wenn er gemeinsam mit Kindern Gottesdienste feiere. Spürbar sei auch seine herzliche Anteilnahme bei freudigen aber auch bei schmerzlichen Anlässen. Gerne erinnere sich Failner an die Worte von Pfarrer Lobo nach der Rückkehr aus seinem Heimaturlaub: "Indien ist meine Heimat, doch in Kirchenthumbach bin ich zu Hause." Der Sprecher dankte dem Jubilar für seine aufopfernde und akribische Arbeit in der Pfarrei, für seine einfühlsamen Worte bei liturgischen Feiern und Anlässen und für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Pfarrgemeinde. Es folgte ein langanhaltender Applaus. Mit einer von Ruhestandspfarrer Georg Braun gestiftete Monstranz erteilte Pfarrer Lobo den Segen. Damit eingebunden war auch der so notwendige Wettersegen.

Pfarrer Augustin Lobo bei der Begrüßungsansprache.
Musikalische Begleitung rundet den ersten Gottesdienst in Kirchenthumbach seit der Corona-Beschränkungen ab.
Eine "25" am Altar weist auf den besonderen Anlass des Gottesdienstes hin.
Eine "25" am Altar weist auf den besonderen Anlass des Gottesdienstes hin.

Gottesdienste in Bayern ab 4. Mai wieder erlaubt

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