08.10.2020 - 13:51 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Radeln durch die herbstlichen Landschaft

„Durch das idyllische Pegnitztal in die Kaiserburgstadt Lauf“: Glück mit dem Wetter haben die Organisatoren und die 20 Teilnehmer bei der nachgeholten VHS-Radwanderung.

Vor dem Start am Bahnhof Rupprechtstegen weist Organisator und Radführer Adolf Mückl (Zweiter von rechts) die VHS-Radlergruppe in die Tour ein.
von Externer BeitragProfil

Bei angenehmen Temperaturen, zeitweise ließ sich auch die Sonne blicken, starteten sie pünktlich um 9 Uhr, eingeteilt in zwei Gruppen, am Bahnhof Rupprechtstegen.

Auf dem Pegnitz-Radweg, der sich durch das schmale Tal entlang des Flusses schlängelt, flankiert von hoch aufragenden Dolomitfelsen und den Höhen der Frankenalb, radelte man über Artelshofen und Vorra (mit ehemaligen Herrensitzen reicher Nürnberger Patrizier) durch die herbstliche Landschaft bis nach Hohenstadt. Am Hersbrucker Baggersee, zusammen mit dem Happurger Stausee das Bade- und Wassersportzentrum der Hersbrucker Schweiz, wurde ein erster Zwischenstopp eingelegt.

Danach wechselte die Gruppe auf den Fünf-Flüsse-Radweg. Durch die Pegnitzwiesen vorbei an Hersbruck, Henfenfeld und Ottensoos erreichte sie, wie geplant, gegen Mittag das Ziel Lauf, die Kreisstadt des Landkreises Nürnberger Land, die eine ruhmreiche Vergangenheit aufweist.

Dieser kann man auf Schritt und Tritt begegnen: Mittelalterliches Flair bieten der historische Marktplatz mit dem Alten Rathaus, der mächtigen Johanniskirche und den mittelalterlichen Toren (15. Jahrhundert.), die vielen engen malerischen Gassen mit dem Glockengießer-Spital sowie die Kirchenruine St. Leonhart und die liebevoll herausgeputzten Fachwerkhäuser.

Nach der Mittagspause lernten die Teilnehmer die größte Sehenswürdigkeit der fränkischen Kleinstadt, die ehemalige Kaiserburg – auch Wenzelschloss genannt – kennen, die Kaiser Karl IV. zwischen 1356 und 1360 auf einer Pegnitzinsel erbauen ließ. Zentrum der mächtigen Burg ist der Wappensaal mit 112 in den Stein gemeißelten Wappen von Fürstentümern, Städten, Grafschaften und Bistümern, die dem Königreich Böhmen untertan waren.

Mit der Kaiserburg verfügt Lauf über ein Bauwerk von europäischem Rang. Sie war die letzte Zwischenstation in Neuböhmen auf der bedeutenden „Goldenen Straße“ von Prag in die Reichsstadt Nürnberg.

Der Rückweg führte in leicht abgewandelter Form auf dem Paneuropa-Radweg über Reichenschwand, wo die Radfahrer den schön renovierten Kirchplatz mit dem Ochsenbrunnen und das in strahlendem Weiß restaurierte neugotische Schloss bewunderten, das ein Fünf-Sterne-Hotel und die Wöhrl-Akademie beherbergt. In die ebenfalls sehenswerte Altstadt von Hersbruck mit Pflegerschloss fuhr man durch das Nürnberger Tor ein.

Auf die vorgesehene Kaffeepause verzichtete die VHS-Gruppe, weil immer mehr Wolken aufzogen. Entlang der alten Stadtmauer und durch das Spital-/Hohenstädter Tor wurde die Radltour fortgesetzt. Vor dem einsetzenden Nieselregen wurde der Ausgangspunkt in Rupprechtstegen wieder erreicht.

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