18.10.2018 - 11:31 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Rentenverein auf Übungsplatztour

Ein Besuch des Militärmuseums Grafenwöhr mit anschließender Lagerrundfahrt war der Höhepunkt eines Ausflugs des Rentner- und Pensionistenvereins.

Die Mitglieder des Kirchenthumbacher Rentner- und Pensionistenvereins unterbrechen die Lagerrundfahrt durch den Grafenwöhrer Truppenübungsplatz, um sich vor einem Hubschrauber zu einem Erinnerungsfoto aufzustellen.
von Georg PaulusProfil

Dabei erfuhren die Teilnehmer von den Führern Willi Gottschalk und Reinhard Trauner, wie der Schießplatzes zur Zeit des Königsreichs Bayern entstanden war.

So wurde bei der Suche nach geeigneten Flächen die waldreiche Landschaft rund um Grafenwöhr angeboten. Etwa 200 Menschen mussten daraufhin ihre Heimat verlassen, um Übungsgelände für die bayerische Armee zu erhalten. Um den Truppenübungsplatz im Jahr 1938/39 zu erweitern, wurden sogar ganze Dörfer geopfert. Bei der Tour durch das Übungsgelände war Gerald Morgenstern als Führer dabei. Beim ersten Halt informierte ein Mitarbeiter der Lagerfeuerwehr die Ausflügler über die stets einsatzbereite Gruppe und deren schweres Gerät sowie ihre riesigen Löschfahrzeuge.

Auch einen Rettungshelikopter konnten die Besucher bestaunen. Ein Pilot erklärte ihnen schließlich, wie so ein Hubschrauber funktioniert. Da immer ein Sanitäter an Bord ist, kann der Helikopter bei einem Notruf sofort "in die Luft gehen". Anhand von Munitionsteilen gab Gerald Morgenstern im Übungsgelände, welche Munition verwendet wird. Anschließend ging es für die Kirchenthumbacher zum "Schwarzen Berg". Von dem Aussichtspunkt aus waren nicht nur US-Artillerieeinheiten zu sehen - das gute Herbstwetter erlaubte auch eine großartige Fernsicht. US-Soldaten, die in Grafenwöhr üben, verewigen sich auf diesem Turm. Das war auch für Elvis Presley ein Muss. Der Schriftzug des Musikers war für viele Kirchenthumbacher ein begehrtes Fotoobjekt. Während der Rundfahrt bot sich der Gruppe auch ein Blick auf die Neubauten im Grafenwöhrer Truppenlager. Hier wurden für Soldaten und ihre Angehörigen große Sporthallen und -plätze geschaffen. Jährlich findet auf einem neuen großen Gelände das Deutsch-Amerikanische Volksfest statt.

Die Ruine der einstigen Pfarrkirche in Hopfenohe erinnerte die Rentner an einst stolze Orte, die jetzt Vergangenheit sind. In Ernstfeld verließ de Gruppe den Truppenübungsplatz schließlich wieder. Alles, was die Ausflügler an dem Nachmittag erlebt hatten, bot viel Gesprächsstoff. Vorsitzender Hans Joachim Heinzel freute sich, dass so viele Teilnehmer bei dem Ausflug dabei waren.

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