10.08.2020 - 12:38 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Tierheim Bayreuth beendet Zusammenarbeit mit Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach

Eine Kooperation zwischen der Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach und dem Tierheim Bayreuth soll es ab Januar nicht mehr geben. Die Oberpfälzer ärgern sich über die Abfuhr der Oberfranken, suchen sich schnell aber einen neuen Partner.

Dieser Labradoodle hat noch Hundeglück. Herrchen und Frauchen umsorgen ihn. Doch es gibt auch Hund und Katz', die im Tierheim landen. Das erfordert die Zusammenarbeit zwischen Tierschützern und Kommunen, wie sie in einer Vereinbarung für den Neubau eines Tierheimes in Weiden zum Tragen kommt.
von Robert DotzauerProfil

Hunde und Katzen sind der Deutschen Lieblingstiere. Doch, wenn die Vierbeiner plötzlich ohne Herrchen und Frauchen dahinvegetieren, müssen Organisationen wie das Tierschutzheim Bayreuth helfen. Eine segensreiche Zusammenarbeit der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchenthumbach mit dem Tierschutzverein Bayreuth neigt sich nun jedoch dem Ende zu. Zum 31. Dezember 2020 endet die Vereinbarung mit dem Bayreuther Tierheim, Fundtiere aus den drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft aufzunehmen. Ein unfreundlicher Akt, wie es in den getrennten Gemeinderatssitzungen in Kirchenthumbach, Schlammersdorf und Vorbach hieß, war doch die Aufnahme von Hunden und Katzen im Tierheim Bayreuth nach Darstellung der drei Oberpfälzer Gemeinden äußerst praxisfreundlich.

Umso überraschender kommt für die Kommunen nun das Aus der Zusammenarbeit. Die Oberfranken kündigten das Vertragsverhältnis zum 31. Dezember 2020. Vorausgegangen war eine Entscheidung des Bayreuther Vorstands, Gebietserweiterungen in die Oberpfalz zu kappen, um dem Tierheim Weiden nicht wichtige Finanzierungsgrundlagen zum Bau eines neuen Domizils zu entziehen. Ein fadenscheiniger Grund für die wenigen Tiere aus dem VG-Bereich, wie einige Gemeinderäte anmerkten. Schlussfolgerung für die drei Gemeinden ist nun die künftige Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Weiden. Der geplante Bau eines neuen Tierschutzheimes scheint dazu der richtige Zeitpunkt.

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Übereinstimmend berichteten die Bürgermeister von Kirchenthumbach, Vorbach und Schlammersdorf, Jürgen Kürzinger, Alexander Goller und Johannes Schmid, von den Besprechungsergebnissen des Bayerischen Gemeindetages auf Landkreisebene, erläuterten in ihren Gremien das vier Millionen Euro teure Bauprojekt, stellten nach Abzug einer Eigenbeteiligung des Weidener Tierheimes in Höhe von 500.000 Euro dessen Finanzierung vor und verwiesen auf den jeweiligen Anteil der Landkreisgemeinden. Der Schlammersdorfer Gemeinderat Gerhard Wiesnet errechnete auf die Schnelle mit Blick in die Kostenaufstellung für einen Hund Investitionskosten von 57.000 Euro.

Auf der Grundlage eines Landkreisanteiles von 1,75 Millionen Euro entfällt bei einer 25-jährigen Vertragslaufzeit eines Darlehens auf der Basis der Einwohnerzahlen auf die Marktgemeinde Kirchenthumbach ein Investitionszuschuss von 1.557 Euro. Nach Umzug in das neue Tierheim fällt zudem eine Fundtierkostenpauschale von einem Euro je Einwohner fixiert auf mindestens zwei Jahre an. Der Gesamtbeitrag Kirchenthumbachs beträgt somit 4801 Euro. Auf die Gemeinde Vorbach entfällt bei einer Darlehenslaufzeit von 25 Jahren eine Gesamtpauschale von 1515 Euro, auf Schlammersdorf 1271 Euro. Die Beschlüsse der Gremien dazu erfolgten dann trotz vorangegangener Kritik zur endenden Kooperation mit Bayreuth jeweils einstimmig.

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