12.11.2018 - 17:37 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Unterhaltsame Eheprobleme

Die Premiere ist mehr als geglückt, das Publikum begeistert, die Schauspieler sind zufrieden. Bei der Erstaufführung der Komödie "Was dem einen recht ist" ist von Lampenfieber und Premierenangst bei der Theatergruppe nichts zu spüren.

Zwischen zwei Männern: Kaum hat Patricia (hinten, links) einen Freund – Stephen (Stefan Schober) –, tritt ihr Ehemann Paul (Peter Eller/vorne, von links) wieder auf den Plan.
von Autor RFÜProfil

Souverän stand das siebenköpfige Ensemble auf der Bühne im Pfarrsaal: Zweifellos auch ein Verdienst von Regisseur Thomas Frankenberger, der die Gabe hat, die Schauspieler immer zu Höchstleistungen anzutreiben.

Im Mittelpunkt der Gesellschaftssatire mit sattem Tiefgang standen moderne Probleme: Schwierigkeiten in der Ehe und "Midlife Crisis". Mit viel Biss und geschliffenen Dialogen, aber auch nachdenklichen Momenten wurden alles durchgespielt, was sich nach drei Jahrzehnten Eheleben anstaut und dann urplötzlich wie ein Vulkan ausbricht.

Der erfolgreiche Chirurg Dr. Paul Burdick (Peter Eller) brüllt die Gäste an seinem 60. Geburtstag an: "Die Party ist vorbei. Packt eure Sachen und geht." Dann verlässt er seine Frau Patricia (Gabi Strauß). Vorher hat er sich als Mutmacher "einen hinter die Binde gegossen". Der Grund des Davonlaufens ist eine 29- jährige Arzthelferin. Diese ist jünger als die eigene Tochter Donna (Tanja Groß). Diese kann nicht verstehen, was in ihren Vater gefahren ist, und ist erzürnt. Die Freundinnen Mc Carthy (Margit Steger) und Mona Assad (Karin Rupprecht-Horn) stehen der verlassenen Ehefrau mit gutgemeinten Ratschlägen zur Seite, etwa: "Schlag zurück, aber dorthin, wo es richtig weh tut." Und Patricia, genannt Pat, schlägt wirklich zurück: Sie lernt Stephen Creen (Stefan Schober) kennen.

Der etwas unscheinbar daherkommende 35-Jährige mit italienischen Wurzeln hat es faustdick hinter den Ohren - und er verliebt sich in Pat. Dies wiederum missfällt Tochter Donna, die sich ihrerseits an Stephen ranwirft beziehungsweise es versucht. Und auch Paul tritt wieder auf den Plan, schließlich sei Pats Gehabe doch lachhaft und ohne Würde. Die Doppelmoral der Gesellschaft lässt Pat jedoch nicht im Raum stehen.

Das Publikum tobte - nicht nur nach, sondern auch bereits während der Aufführung. Spaß machte es ebenso, der resoluten "Putzfrau" (Sabine Kißler) beim Trinken und Staubwedeln zuzusehen.

Als sich der Vorhang gesenkt hatte, dankte Vorsitzende Gabi Strauß dem Hausherrn Pfarrer Augustin Lobo sowie der Raiffeisenbank und der Sparkasse für den Kartenvorverkauf. Ferner bedankte sie sich bei den Ton- und Lichttechnikern Max Strauß und Vinzenz Plößner, Manfred Renner an der Kamera, Marion Eller für die Maske und allen Beteiligten rund um Bühne, Abendkasse, Verkauf und Küche. Einen besonderen Dank zollte sie dem Ensemble und Regisseur Thomas Frankenberger.

Wiederholt wird das Stück noch zwei Mal: am Freitag, 16., und Samstag, 17. November, jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum am Marktplatz.

Jetzt braucht es Taschentücher und Zigaretten: Aber auch die Freundinnen Mona Assad (Karin Rupprecht-Horn, links) und Mc Carthy (Margit Steger) sowie Tochter Donna (Tanja Groß, von rechts) spenden der verlassenen Ehefrau Patricia (Gabi Strauß) Trost. Mit der Komödie „Was dem einen recht ist“ feiert die Theatergruppe eine umjubelte Premiere.

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