25.02.2019 - 13:44 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Wildunfälle in Serie

Am Wochenende gab es im Dienstbereich der Polizeiinspektion Eschenbach mehreren Wildunfälle. Der dabei entstandene Schaden ist stattlich. Eine Wildsau wurde fünf Pkw-Fahrern zum Verhängnis.

Die Polizei weist darauf hin, dass vor allem in der Dämmerung sowie nachts mit erhöhtem Wildwechsel zu rechnen ist.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Ein besonders massives Exemplar von Wildschwein wurde fünf Pkw-Fahrern zum Verhängnis. Zunächst wurde die Sau auf der B470 in Fahrtrichtung Auerbach kurz nach der Einmündung nach Altzirkendorf von einem tschechischen Pkw, den ein 39-Jähriger führte, erfasst. Noch bevor das getötete Tier von der Fahrbahn entfernt werden konnte, wurde es "nahezu im Minutentakt von vier weiteren Pkw" überrollt. "Die fünf betroffenen Fahrzeugführer haben insgesamt einen Schaden von rund 14.000 Euro zu beklagen", berichtet Polizeihauptkommissar Walter Schäffler. Ein weiteres Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Die Unfallstelle glich laut Meldung der Polizei "einem Schlachtfeld". Die Straßenmeisterei reinigte die Fahrbahn.

Fuchs, Reh, Wildschwein

Am Samstagabend fuhr eine 54-Jährige aus dem östlichen Landkreis Amberg-Sulzbach gegen 19 Uhr auf der B 470 von Auerbach in Richtung Kirchenthumbach. Zwischen der Abzweigung nach Altzirkendorf und Sommerau erfasste sie mit dem Auto ein Reh Der Schaden am Fahrzeug beträgt etwa 800 Euro. Am Sonntagabend wurde laut Meldung der Polizei ein Wildschwein "Opfer eines Verkehrsunfalls". Ein 69-Jähriger erfasste das Tier mit seinem Auto auf der Straße zwischen Friedersreuth und Wollau. Der Schaden am Pkw dürfte rund 1500 Euro betragen. Eine Stunde später überquerte ein Fuchs die Straße zwischen Oberbibrach und Neustadt am Kulm und kollidierte mit dem Fahrzeug einer 47-Jährigen. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 1000 Euro. Am Montagmorgen lief einem 35-Jährigen zwischen Schlammersdorf und Heinersreuth ein Reh in das Fahrzeug. An dem nicht mehr fahrbereiten Pkw entstand ein Schaden von rund 2000 Euro.

Tipps der Polizei:

Die Polizei weist darauf hin, dass vor allem in der Dämmerung sowie nachts mit erhöhtem Wildwechsel zu rechnen ist. In Bereichen mit größeren zusammenhängenden Waldgebieten und in den Randbereichen des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr sollten Verkehrsteilnehmer immer mit querendem Wild rechnen.

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