Mit Muskelkraft in die Höhe

Seit 44 Jahren pflegt die Feuerwehr Kleinschwand mit Aufstellen des Maibaums einen alten Brauch. Nur während der Dorferneuerung haben die Feuerwehrleute zweimal ausgesetzt.

Unter dem Kommando von Kommandant Josef Pruy (links) stellen Mitglieder der Feuerwehr einen 30 Meter langen Maibaum beim Feuerwehrhaus auf.
von Erich SpickenreitherProfil

Fleißige Frauenhände hatten bereits am Montag drei große Girlanden für den 30 Meter hohen Maibaum geflochten. Am Vormittag des 1. Mai gelang es Gemeinderat Josef Hammerl, den Baum aus dem Gemeindewald zu fällen, ohne dabei die Krone zu beschädigen. Um auf der sicheren Seite zu sein, wurde sie später mit einem Eisenseil verstärkt. Josef Pruy, Alfons Wurzer und Jürgen Bartmann transportierten den Baum in den Ort. Der Zusammenhalt der Feuerwehr zeigte sich dann beim Aufstellen: Selbst Diakon Hammerl langte mit hin. Um 13.30 Uhr übernahm Kommandant Pruy die Leitung. Beim Anheben des Riesen half Roland Schmucker mit seinem Traktor. Danach war Muskelkraft gefragt. Stück für Stück wurden die Schwalben weiter gerückt und der Baum schob sich in die Höhe. Vor dem nächsten "Ho-ruck" vergewisserte sich Pruy: "Seid's g'richt?" Vier Radl-Maß, kein Bier, gaben wieder Kraft. In der Endphase gingen die Männer vorsichtig zu Werk. Vor dem Einrutschen des Baums in die Halterung griff Schmucker wieder zur Motorsäge. Große Erleichterung: "Geschafft!" Das war für alle ein Grund, zum Feiern. Kerzengerade thront der 30 Meter hohe, geschmückte Maibaum in den nächsten Monaten über Kleinschwand. Zur gleichen Zeit stellte die Feuerwehr Tännesberg einen Maibaum vor dem Feuerwehrhaus auf. Nach 21 Jahren nehmen das am Samstag in Pilchau die jungen Leute wieder in die Hand.

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