24.01.2019 - 14:20 Uhr
KönigsteinOberpfalz

"Idee Europa nie infrage stellen"

Für eine Rückkehr des Respekts in der politischen Debatte um Europa macht sich Tobias Gotthardt, Abgeordneter der Freien Wähler im Landtag, stark.

Freie Wähler nicht ganz unter sich (von links): Kreisvorsitzender Albert Geitner, Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt, Ortsvorsitzende Doris Lehnerer, stellvertretender Landesvorsitzender Hans Martin Grötsch und der politisch in der CSU verortete Bürgermeister Hans Koch.
von Externer BeitragProfil

Einen prominenten Gast begrüßte der Ortsverband Königstein der Freien Wähler (FW) bei seinem Neujahrsempfang im Steinstadel. Der Abgeordnete Tobias Gotthardt amtiert seit einigen Tagen als Vorsitzender des Landtagsausschusses für Europa- und Bundesangelegenheiten.

Zum Einstieg blickte die Vorsitzende Doris Lehnerer auf das Jahr 2018 zurück. Besonders freute sie sich, dass der Ortsverband Königstein mit Hans Martin Grötsch einen Stellvertreter des Landesvorsitzenden der Freien Wähler in seinen Reihen hat.

Bürgermeister Hans Koch ging in seinem Grußwort auf die laufenden Projekte der Marktgemeinde ein, zum Beispiel das Baugebiet Am Weihergarten, die Sanierung der Stadelreihe oder das Naherholungsgebiet am Kneipp-Becken. Die finanzielle Ausstattung der Kommunen zu verbessern, gab er dem Landtagsabgeordneten Gotthardt als Anliegen mit.

Ein wichtiger Schritt für Königstein seien die erhaltenen Stabilisierungshilfen, um die Verschuldung der Kommune ein Stück weit abbauen zu können. Wie auch die FW-Vorsitzende Doris Lehnerer stellte Koch das Miteinander bei der Arbeit im Marktrat in den Vordergrund.

FW-Kreisvorsitzender Albert Geitner ging in seinem Grußwort auf 100 Jahre Frauenwahlrecht ein und machte dann Platz für die "Königsteiner Tratschweiber". Sie machten sich einen eigenen Reim auf das Jahr 2018 und hielten mit humorvolle Spitzen auf die anwesenden Politiker nicht hinter dem Berg.

Stellvertretender Landesvorsitzender Hans Martin Grötsch beobachtete eine zunehmende "Stille" im ländlichen Raum, die ihm Sorgen bereite. Träger der Grundversorgung wie Bäcker, Metzger oder Wirt befänden sich in den Dörfern auf dem Rückzug. Der Kommunalpolitik wies er die Aufgabe zu, diese Themen aufzugreifen und über die Stimmkreisabgeordneten auf Landes-, Bundes- und Europaebene zu transportieren.

Für eine Rückkehr des Respekts auf europäischer Ebene machte sich Tobias Gotthardt stark. Bei allem Streit über den Weg zu Verbesserungen dürfe nie die Idee Europa infrage gestellt werden: "Sie ist unser Garant für Frieden, Freiheit und Demokratie!" Den Dexit-Plänen der AfD erteilte er eine klare Absage ("Das ist dämlich"), und den Briten wünschte er "den Mut zum Exit vom Brexit".

Landespolitisch berichtete Gotthardt von einem Vorschlag seiner Fraktion auf Einrichtung einer Bayerischen Landesstiftung für Umwelt, Artenvielfalt und Klimaschutz. 800 Millionen Euro aus den Diesel-Bußgeldern bei Audi sollten dabei den Grundstock bilden.

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