Königstein
18.06.2018 - 11:56 Uhr

„Königstein begeistert!“

Seit zwei Jahren läuft der Betrieb im Haus Rosenau von Regens Wagner in Königstein. Jetzt hat es endlich auch mit dem kirchlichen Segen geklappt.

Architekt Urban Meiller (rechts) übergibt Heimleiter Georg Müller symbolisch den Schlüssel des Hauses Rosenau. wku
Architekt Urban Meiller (rechts) übergibt Heimleiter Georg Müller symbolisch den Schlüssel des Hauses Rosenau.

(wku) Ein Rohrbruch mit Überschwemmung verzögerte die geplante Einweihung. 60 geladene Ehrengäste begrüßte Heimleiter Georg Müller dazu.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler ging es um die Frage "Wie setzt unsere Gesellschaft Inklusion und Integration um?" Er nannte Regens Wagner einen verlässlichen Partner der oberpfälzischen Regierung, der Menschen mit und ohne Handicap zusammenführe.

Der Gesamtleiter von Regens Wagner in Michelfeld, Peter Miltenberger, erinnerte an die schwierigen Gegebenheiten. Die Gebäude stehen auf Sumpfgebiet und mussten mit einem Fundament aus Beton und Holzpfählen verstärkt werden.

Landrat Richard Reisinger, Vorsitzender des Fördervereins Regens Wagner, freute sich über die Ansiedelung in Königstein. Bürgermeister Hans Koch fügte hinzu, dass viele Arbeitsplätze dadurch entstanden seien. Sie kämen auch Bürgern der Marktgemeinde zugute. "Ich bin stolz, dass die Bevölkerung das Pflegeheim so gut angenommen hat", stellte er fest und bescheinigte, dass sich der Baukörper gefällig in die Landschaft einfüge.

"Königstein begeistert!", schwärmte Gerhard Reile, der stellvertretender Vorstandsvorsitzende. Der Erholungsort strahle Ruhe und Überschaubarkeit aus. Daher sei Königstein für Menschen mit schwerer geistigen Behinderung ein strukturiertes, aufgeschlossenes und stabiles Lebensumfeld. 24 Wohnplätze, die sich auf drei Wohngemeinschaften mit je acht Plätzen verteilen. 6000 Quadratmeter umfasst die Einrichtung. Betreut und begleitet werden die Bewohner von Pflegekräften und Heilerziehungspflegern. Die Baukosten für das Wohnen und die Förderstätte beliefen sich auf rund 9 150 000 Euro. Viele Beteiligte trugen zur Finanzierung bei, allen voran die öffentliche Hand mit 5 425 000 Euro und die Aktion Mensch mit 220 000 Euro. Der Markt Königstein sowie der Förderverein waren weitere Geldgeber. Zum Schluss übergab Architekt Urban Meiller (EM-Architekten Amberg) symbolisch den Schlüssel an Bereichsleiter Georg Müller.

Nachmittags öffneten sich für die Bevölkerung die Pforten. Die Förderstätte, eine Wohngruppe und die Bewegungshalle konnten besichtigt werden. Georg Müller zeigte die hellen, freundlich gestalteten Gemeinschaftsräume, die modernen Einzelzimmer mit eigener Nasszelle und den großen Garten. Die Bewegungshalle ermöglicht Ballspiele und gymnastische Übungen.

In den Förderstätten zeigten die Mitarbeiterinnen einen Ruheraum mit Düften, ein Wasserklangbett sowie Werkräume, in denen die Bewohner sich musikalisch und spielerisch betätigen können. "Die Räumlichkeiten und unser geschultes Personal ermöglichen pädagogisches Arbeiten zur Beschäftigung und Förderung der Bewohner", sagte Müller.





Im Musikzimmer der Förderstätte nehmen die Bewohner gerne an Klanggeschichten teil. wku
Im Musikzimmer der Förderstätte nehmen die Bewohner gerne an Klanggeschichten teil.
Das Wasserklangbett kommt nicht nur bei den Bewohnern gut an. Auch die Kinder finden es urgemütlich. wku
Das Wasserklangbett kommt nicht nur bei den Bewohnern gut an. Auch die Kinder finden es urgemütlich.
 
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