25.11.2018 - 09:43 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Königsteiner jetzt Aiwanger-Stellvertreter

Die veränderten Machtverhältnisse in Bayern sorgen für eine Überraschung im Landkreis Amberg-Sulzbach. Ein Kommunalpolitiker aus Königstein ist plötzlich Vize-Chef der Regierungspartei Freie Wähler.

Hans-Martin Grötsch (links) mit FW-Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger nach der Wahl in Essenbach.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Hans-Martin Grötsch, der zweite Vorsitzende des Freie-Wähler-Ortsverbandes Königstein ist am Samstag in Essenbach (Kreis Landshut) zum stellvertretenden FW-Landesvorsitzenden gewählt worden. Grötsch ist 39 Jahre alt und Berufssoldat. Er gehört bereits dem Bundesfachausschuss der Freien Wähler für Wehr- und Sicherheitspolitik an, ist Marktrat in Königstein und stellvertretender FW-Kreisvorsitzender Amberg-Sulzbach.

"Es freut mich sehr, das Vertrauen der Mitgliederversammlung erhalten zu haben. Ich möchte und werde sachpolitische Inhalte vor Ort diskutieren und versuche, diese nach München zu transportieren", sagte er nach seiner Wahl. Bürgernähe sei weiterhin wichtig, gerade, weil die Freien Wähler jetzt in der Regierungsverantwortung stehen. "Hier möchte ich ein Anker zur Basis sein, denn mit den vielen Aufgaben in der Regierungsarbeit ist dies ein wichtiger Schlüssel für eine erfolgreiche Arbeit. Einen Fokus will Grötsch auch darauf legen, die Freien Wähler auf Bundesebene zu etablieren.

FW-Chef Hubert Aiwanger hatte zuvor rund 96 Prozent der Stimmen erhalten. Von den 149 abgegebenen Stimmen entfielen 144 mit Ja auf Aiwanger, der in der aktuellen Koalition mit der CSU auch Vize-Ministerpräsident ist. Einen Gegenkandidaten hatte es bei der Wahl nicht gegeben. Zwei Delegierte stimmten gegen Aiwanger und drei enthielten sich bei der Wahl. Vor zwei Jahren war er mit 89 Prozent im Amt bestätigt worden. Er ist seit 2006 Landeschef.

Vor seiner Wiederwahl hatte Aiwanger den Koalitionsvertrag mit der CSU in Bayern gegen jegliche Kritik verteidigt. "Was wir hier an Land ziehen konnten, hätten wir in 20 Jahren Opposition nicht geschafft", sagte er laut dpa in einer sehr defensiven Rede. Als besondere Erfolge in den Koalitionsverhandlungen nannte er die kostenfreien Kinderbetreuung in den Kindergärten und Kostenzuschüsse für Kindertagesstätten. "Wir bekommen noch im Jahr 2019 kostenfreie Kindergärten."

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