21.04.2020 - 11:10 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Marktrat dreht an der Gebührenschraube

In Königstein steigen zum 1. Juli die Kosten für Bestattungen, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung.

von Autor SCKProfil

Der Saal des Hotel-Gasthofs Zur Post ließ dem Marktrat genügend Platz, um den Sicherheitsabstand einzuhalten, als er über die Konsolidierung des Haushalts sowie die Gebühren für Wasser, Abwasser und Bestattungswesen beriet.

Zum vierten Mal beantragt die Marktgemeinde Königstein eine Stabilisierungshilfe des Freistaats Bayern. Sie erwartet in den Jahren 2021 bis 2023 dringende Investitionen die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung, das Feuerlöschwesen, die Versorgung von anerkannten Flüchtlingen mit Wohnraum, die Sanierung der Steinstadelreihe und die Verlegung des Kindergartens in das Gebäude der Grundschule. Das Konzept zur Haushaltskonsolidierung wurde einstimmig befürwortet und die Fortschreibung beschlossen.

Auf der anderen Seite erwartet der Freistaat, dass die Marktgemeinde Einnahmemöglichkeiten ausschöpft und ihre Einrichtungen kostendeckend betreibt. Geschäftsführer und Kämmerer Thomas Pirner sah bei der Abwasseranlage die Notwendigkeit, defekte Kanäle zu erneuern. Außerdem könnten Strafbeiträge wegen erhöhter Phosphatbelastung anfallen. Bei einer gleichbleibenden Grundgebühr soll die Einleitungsgebühr von 2,02 Euro auf 2,74 Euro pro Kubikmeter für den Kalkulationszeitraum vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2023 steigen.

Bei der Wasserversorgung erfordere die Anpassung an den Stand der Technik eine Investition in Höhe von einer Million Euro. Daraus errechnete Pirner bei einer gleichbleibenden Grundgebühr einen Zuschlag für den Verbrauch von 1,10 Euro auf 1,76 Euro pro Kubikmeter.

Für das Bestattungswesen gab die Marktgemeinde Königstein 45 733 Euro mehr aus als sie einnahm. Die Verwaltung schlug deshalb eine Anhebung der Gebührensätze um 30 Prozent vor. Demnach beträgt die Grabgebühr künftig 15,60 Euro pro Jahr bei einem Reihengrabplatz für Kinder bis zu fünf Jahren, 29,10 Euro bei einem Reihengrabplatz für Personen über fünf Jahren und 56 Euro bei einem Familiengrab. Die Ruhefrist liegt bei 20 Jahren. Für ein Urnengrab gilt eine jährliche Gebühr von 29,10 Euro Hier ist eine Ruhefrist von zehn Jahren vorgesehen. Bei einem Stelengrab werden 29,10 Euro im Jahr berechnet.

Für die Benutzung des Leichenhauses werden künftig 112 Euro berechnet. Die Beisetzung einer Urne in einem Reihen- oder Familiengrab schlägt bei einer Ruhefrist von zehn Jahren mit 215 Euro zu Buche. Die neuen Gebührensatzungen nahm der Rat einstimmig an. Sie treten zum 1. Juli in Kraft.

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