11.03.2020 - 16:56 Uhr
KönigsteinOberpfalz

"Marktwerke Königstein auf Prüfstand stellen"

Die Kandidaten der Freien Wähler legen ihre Vorstellungen für Königstein und den Landkreis dar.

Nachbarschaftlicher Besuch in Königstein (von links): Marktratskandidat Manuel Kempa, Bürgermeisterkandidat Bernhard Köller, stellvertretender Bürgermeister Thorsten Grädler aus Vilseck, Landratskandidat Hans-Martin Grötsch und Freie-Wähler-Ortsvorsitzende Doris Lehnerer.
von Autor SCKProfil

Werbung in eigener Sache betrieben am Sonntagabend die Freien Wähler Königstein mit Bürgermeisterkandidat Bernhard Köller, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden und Landratskandidaten Hans-Martin Grötsch sowie den Bewerbern um Sitze im Marktgemeinderat.

So solle die Marktwerke GmbH auf den Prüfstand gestellt werden und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Defizite gelegt werden. Auch standen Kindergarten, Schule und Feuerwehrhaus im Fokus einzelner Kandidaten ebenso wie Barrierefreiheit bei den örtlichen Behörden und im Markt Königstein. Tourismus sowie Schaffung von Baugebieten für ansiedlungswillige junge Familien standen im Katalog der Anliegen.

Für seine Bewerbung als Bürgermeister warf der Gerichtsvollzieher Bernhard Köller einerseits seine Erfahrung im Marktrat und andererseits sein Engagement bei der Feuerwehr, den First Respondern, im Arbeiter-Samariterbund Jura Velden und in der Wasserwacht in die Waagschale. Er verwies auf die Pro-Kopf-Verschuldung ebenso wie auf die Verbindlichkeiten der Marktwerke GmbH. Mit Blick auf den kommunalen Haushalt sollten die bereits laufenden Maßnahmen weitergeführt werden. Er stelle sich gegen Alleingänge und wolle die anstehenden Aufgaben unter Berücksichtigung der Meinungen und Vorschläge der anderen erfüllen.

Als Marktrats- und Landratskandidat kam Hans-Martin Grötsch zu Wort und plädierte für Transparenz und Offenheit. Er trete für eine Konsolidierung der Marktwerke GmbH wie für den Erhalt des Naturbads ein. In Sachen interkommunale Zusammenarbeit halte er die Hand für Hirschbach ausgestreckt, denn die Nachbargemeinde sei bis zu den Wahlen an den Bürgerentscheid über den Kindergarten Eschenfelden gebunden. Auch in den gemeindlichen Bauhöfen gebe es für mehrere Fahrzeuge die Möglichkeit der Zusammenarbeit.

Mit Blick auf seine Kandidatur als Landrat forderte er eine Prioritätenliste für Straßensanierungen und stellte sich hinter die Krankenhäuser, die es zu erhalten gelte. Grötsch wandte sich gegen eine E-Mobilitäts-Euphorie, welche die Windräder vergesse und übersehe, dass im Personennahverkehr drei E-Busse benötigt werden, um einen Dieselbus zu ersetzen. Deshalb favorisiere er die Wasserstoff- und Hybridauto-Strategie. Zum Schluss informierte Thorsten Grädler, der stellvertretende Bürgermeister von Vilseck, über die Bildungs-Investitionen in das Sonderpädagogische Förderzentrum und die Realschule.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.