24.06.2020 - 17:28 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Positive Signale aus dem Königsteiner Marktrat an den TSV Königstein

Der Königsteiner Marktrat stimmt der Pachtverlängerung mit dem TSV Königstein bis zum Jahr 2060 zu. Außerdem stellt die Gemeinde Gelder für LED-Flutlicht und Sanierung der Außenterrasse in Aussicht.

Die Sanierung der Stadelreihe im Oberen Markt in Königstein hat schon im Februar begonnen.
von Autor SCKProfil

Nicht stimmberechtigt war Gemeinderat Christian Koch in der Sitzung des Marktrates, als über den von ihm als Vereinsvorsitzendem unterzeichnete Antrag des TSV Königstein beraten wurde. Dieser zielte darauf ab, die Laufzeit des Pachtvertrags bis auf den 31. Dezember 2060 zu verlängern.

Terrasse und Kellerräume

Der Anlass für den TSV-Antrag liegt in der Absicht des Vereins, die bestehende Flutlichtanlage auf LED-Technik umzurüsten. Dies soll in der Saison 2020/21 geschehen. Weiter ist die Sanierung der Außenterrasse und der Kellerräume geplant. Durch die beiden Projekte entstehen Kosten in Höhe von etwa 70.000 Euro. Dafür will der TSV Königstein entsprechende Fördermittel des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) in Anspruch nehmen.

Eine Bewilligung von Fördermitteln durch den BLSV kann aber nur erfolgen, wenn ein bestehender Nutzungs- oder Pachtvertrag nach Abschluss der geförderten Maßnahme noch mindestens eine Restlaufzeit von 25 Jahren aufweist. So entschloss sich die Vereinsführung zu einem Antrag auf Laufzeitverlängerung bis Ende 2060.

Weiter bat der Verein in seinem Antrag um die Gewährung eines Zuschusses für die beiden Projekte. Seitens des Vereins werden im Antrag die Maßnahmen als enorm wichtig bewertet. Im Gesamtvolumen von 70 000 Euro bei diesen Investitionen sieht der Verein für die kommenden Jahre eine besondere finanzielle Belastung.

Beiden Anliegen, sowohl Laufzeitverlängerung des Pachtvertrags als auch Zuschuss, standen die Markträte positiv gegenüber. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung lautete zunächst aber lediglich auf Verlängerung des Pachtvertrags bis 31. Dezember 2060. Dies wurde mit 12:0 Stimmen beschlossen. Hinsichtlich einer gemeindlichen Förderung der Vorhaben des Sportvereins merkte Bürgermeister Bernhard Köller an, dass im Antrag keine Zuschusshöhe genannt sei. Gemeinderat Hans Koch brachte den Vorschlag, nach Beendigung der Umrüstung der Flutlichtanlage und auch der Sanierung der Außenterrasse und der Kellerräume anhand der Gesamtkosten über die Zuschusshöhe zu entscheiden. So wurde zwar die positive Haltung zu einem Zuschuss bekräftigt, die Entscheidung mit der Zustimmung aller jedoch zurückgestellt.

Leuchte auf dem Breitenstein

Ferner hatte der Marktrat zu beraten über die Solarlampe, die derzeit für zwölf Monate testweise auf dem Breitenstein steht. Diese Leuchte wurde der Gemeinde für die Testphase kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Kommune hat die Möglichkeit, nach Ende des Tests diese Lampe sowohl zu kaufen als auch zurückzugeben. Derzeit steht sie an einem befestigten Standort, wo sie ihr bisher nicht oder nur schlecht ausgeleuchtetes Umfeld sehr gut erhellt. Der aktuelle Kaufpreis beträgt 2300 Euro zuzüglich der derzeit geltenden 19-prozentigen Mehrwertsteuer in Höhe von 437 Euro und somit 2737 Euro.

Marktrat Hans Koch empfahl, die Lampe stehen zu lassen und zu kaufen. Sie sei an einem guten Standort platziert und stehe auf gemauertem Fundament. Mit ihr sei die örtliche Beleuchtungssituation gut gelöst. Ein Abbau sei unwirtschaftlich. Im Kaufvertrag mit der ATB GmbH (Luhe-Wildenau) sei eine einjährige Gewährleistung mit Ersatzteillieferung wie etwa Akkus enthalten. Zum Kauf erging ein einstimmiger Beschluss des Marktrats.

Bei den Bekanntgaben der Beschlüsse aus dem jeweils nichtöffentlichen Teil war noch zurückzugreifen auf die Sitzungen vom 17. und 24. April sowie auf jene vom 7. Mai. Allerdings war nur für die nichtöffentlichen Beschlüsse vom 24. April die Nichtöffentlichkeit weggefallen. Damals wurde die Vergabe der Planung für die Sanierung und den Ausbau des Lohwegs an das Büro Seuss Ingenieure (Amberg) beschlossen. Mit einem Kostenvolumen von knapp 49 000 Euro wurde die Klärschlammräumung der Kläranlage Königstein-Gaißach an die Firma MSE Zwickau vergeben.

Für die Sanierung der Stadelreihe beschloss man die Vergabe der Gewerke Trockenbau, Sanitärinstallationen, Wärmeversorgungsanlagen, lufttechnische Anlage sowie Stark- und Schwachstromanlagen. Für die Wärmeversorgung wurde beschlossen, einen Lieferungsvertrag mit der Marktwerke Königstein GmbH abzuschließen. Angesichts der aktuellen finanziellen Leistungsfähigkeit einigte sich das Gremium, sich aus der Prioritätenliste für örtliche Straßensanierungen auf die Obermühlstraße zu beschränken.

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