06.07.2020 - 16:21 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Tell Königstein packt Schützenheim-Projekt an

Die Tell-Schützen melden sich aus der Corona-Pause zurück. Dabei fassen sie einen wichtigen Beschluss für die Zukunft des Schießsports in Königstein.

In der Stadelreihe entsteht das neue Vereinsheim der Tell-Schützen mit elektronischen Schießständen.
von Autor SCKProfil

Die erste Jahreshauptversammlung nach mehreren Monaten Stillstand wagte die Schützengesellschaft Tell 1923 Königstein. 26 der 72 Mitglieder kamen in den Saal des Gasthofs Zur Post. Franz Brunner, der Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes, leitete die Abstimmung über das neue Schützenheim. Sie brachte ein einstimmiges Votum für das Projekt in der Stadelreihe.

Vor der Entscheidung lieferte Projektleiter Hans Martin Grötsch die nötigen Informationen. Seit die Gaststätte Kliegel zum 1. April 2016 ihre Pforten geschlossen hat, stehe der am 7. Juli 1923 gegründete Schützenverein ohne Heim da. Eine Trainingsmöglichkeit fanden die Aktiven bei den Nachbarn in Neukirchen. Wettkämpfe tragen sie auf der Schießanlage der Gegner aus.

Durch die laufende Sanierung der Stadelreihe durch die Marktgemeinde biete sich nun die Riesenchance für die Tell-Schützen, wieder langfristig in Königstein Fuß zu fassen. Mit der Firma Disag plane der Verein sechs elektronische Schießstände und zwei Red-Dot-Schießstände für Kinder und Jugendliche. Deren Kosten belaufen sich auf knapp 20 000 Euro. Am Gesamtprojekt mit einem Volumen von 124.000 Euro geht ein Investitionsbeteiligung mit 30.000 Euro an die Marktgemeinde Königstein.

Die Belastung für den Verein liegt nach einem Abzug 46 750 Euro Fördermitteln durch den Freistaat Bayern bei etwa 75 000 Euro. Geringfügige Änderungen nach unten verspreche die aktuelle Mehrwertsteuersenkung. Der Vorstand kalkuliere nach einer Entnahme von 7000 bis 8000 Euro aus dem Guthaben mit einem Kreditbedarf von 70 000 Euro.

Mit 26:0 Stimmen stellte die Mitgliederversammlung eine Vollmacht aus, mit der Marktgemeinde die Bestellung einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit notariell zu vereinbaren und eine Nutzungsvereinbarung zu treffen. Tell beantragt bei der Marktgemeinde eine Bürgschaft über 70 000 Euro und schließt dann den Kreditvertrag mit einer Bank ab.

Bürgermeister Bernhard Köller, Projektleiter Hans Martin Grötsch, Schützenmeister Franz Grötsch wie auch der OSB-Präsident Franz Brunner werteten den Beschluss als ein starkes Signal für die Zukunft des Schießsports in Königstein. Bei den anschließenden Vorstandswahlen folgte die Bestätigung von Schützenmeister Franz Grötsch.

Nicht mehr zur Verfügung stand die stellvertretende Vorsitzende Erika Kugler. Sie fand einen Nachfolger in Heinz Renner. Schriftführerin Irene Zeyher machte Platz für Christian Stadter. Dietmar König wurde als Kassier wiedergewählt. Die Schießleiterin Elke Stadter erhält zusätzlich Unterstützung von Matthias Grötsch und Reinhard Pirner. Für die Schützenjugend wird bis zur Aufnahme des Schießbetriebs ein Jugendleiter ausgebildet und durch den Vorstand kommissarisch bis zur nächsten Jahreshauptversammlung eingesetzt.

Rüstmeister bleibt Karlheinz Ölmann; Kassenprüfer sind weiter Günther Frieser und Karlheinz Hartmann. Peter Müller sowie Hans Martin Grötsch wurden zu Beisitzern gewählt. Alle Ergebnisse kamen ohne Gegenstimme zustande.

Der bisherige Bürgermeister Hans Koch empfahl, mit der Frankenpfalz Kontakt aufzunehmen und eine Förderung zu beantragen. Aus dem Regionalbudget könnten eventuell Gelder bis maximal 10 000 Euro in das Projekt fließen.

Der Stand bei den Schützen vor einem Jahr

Königstein
Nach den Neuwahlen bei Tell (von links): Zweite Bürgermeisterin Doris Lehnerer, OSB-Präsident Franz Brunner, Karlheinz Ölmann, Hans Martin Grötsch, Schützenmeister Franz Grötsch, Günther Frieser, Zweiter Vorsitzender Heinz Renner, Elke Stadter, Bürgermeister Bernhard Köller, Christian Stadter, Dietmar König, Karlheinz Hartmann und Peter Müller.
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