08.06.2018 - 13:09 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Trassen-Protest nach Europa tragen

Die Freien Wähler üben in Sachen Stromtrassen den Schulterschluss mit den Bürgerinitiativen.

Freie Wähler aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach bei ihrem Besuch in Straßburg.in Straßburg
von Externer BeitragProfil

„Auf nach Europa“ hieß es diese Woche für die Freien Wähler Königstein und aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Gemeinsam mit Hans Martin Grötsch (Landtagskandidat für den Stimmkreis Hof) und Vertretern der Bürgerinitiativen gegen den Süd-Ost-Link waren sie der Einladung des Europaabgeordneten Arne Gericke (Freie Wähler) nach Straßburg gefolgt. Erste Station der Mission waren das Europaparlament sowie eine Gesprächsrunde mit dem Abgeordneten. Gebannt verfolgte die Reisegruppe im Anschluss daran von der Tribüne des Plenarsaals aus einen wahren Abstimmungsmarathon. Mit dabei: Die Beschlüsse zu RescEU, dem gemeinsamen europäischen Katastrophenschutz-Mechanismus. „Er war der einzige Deutsche in der Runde der federführenden Berichterstatter und hat sich erfolgreich für die Interessen unserer Rettungskräfte und des THW stark gemacht: Keine unnötige Bürokratie, keine teueren Doppelstrukturen und das Kommando bleibt bei den Einsatzkräften vor Ort“, lobte Grötsch den Einsatz von Gericke. Beide gemeinsam hatten einen eintägigen Kommunalgipfel in der Parlamentarischen Gesellschaft auf die Beine gestellt. Dabei berichtete die amtierende oberfränkische Bierkönigin Christina Pollnick über die Herausforderungen regionaler Märkte und Wertschöpfungsketten. Ihr Plädoyer: "Regionale Vielfalt schützen und vor Ort den Einzelhandel stärken.“ Ein zweiter Abschnitt widmete sich ausführlich der Förderung der dezentralen Energiewende. Vor vollem Haus berichteten Dörte Hamann und Hubert Galozy vom Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse über den aktuellen Stand der Planungen, die Vielzahl ihrer Vorbehalte und den Protest entlang der Gleichstromtrassen. Ihre Aussage: „Die großen Konzerne reden die Chancen dezentraler Bürgerenergie klein, sie skizzieren ihre HGÜ-Trassen als unverzichtbar. Sie bringen Windstrommärchen der übelsten Art.“ Unterstützt von Arne Gericke, präsentierten die Freien Wähler gemeinsam mit den BI-Vertretern am Ende des Podiums deshalb eine Straßburger Erklärung mit der Forderung, nachhaltige Bürgerenergie-Konzepte mit dezentraler Struktur zu entwickeln und auf Monstertrassen zu verzichten. Das dritte Panel widmete sich der Arbeit der parteiinternen Bundesfachausschüsse. Landtagskandidatin Doris Lehnerer (Amberg-Sulzbach), der Herforder Stadtrat Heinz-Günther Scheffer, Wehrexperte Michael Straub und Hans Martin Grötsch berichteten von ihren Erfahrungen und Erfolgen.

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