31.03.2019 - 16:58 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Umbau der Kreuzung Mönlas stößt auf wenig Interesse

Das überrascht die Verantwortlichen: Kein Mönlaser kommt ins Königsteiner Rathaus, um zu hören, wie die Kreuzung der B 85 künftig aussehen soll.

Auf dieser Übersicht hat das Staatliche Bauamt seine Vorstellungen für die Kreuzung bei Mönlas eingezeichnet.
von Heidi KurzProfil

"Wir hätten mehr Besucher erwartet", zeigte sich Bürgermeister Hans Koch bei der Informationsveranstaltung über den geplanten Umbau der Kreuzung der B 85 bei Mönlas etwas enttäuscht. Auch Baurat Frank Viehmann, Projektleiter Matthias Messner und Zeichner Klaus George bedauerten, dass kein Mönlaser gekommen war.

"Wir wollten die Leute ansprechen, die vom Umbau direkt betroffen sind", sagte Viehmann. Lediglich ein Ehepaar aus Namsreuth, zwei Herren aus Pruihausen und zwei aus Wegscheid scheuten den Weg ins Königsteiner Rathaus nicht.

Eigentlich gäbe es schon eine Jahrzehnte lange Debatte um diese Kreuzung, erläuterte Viehmann. Nun aber seien die drei Brücken renovierungsbedürftig, und dann werde auch gleich die Kreuzung umgebaut. Dabei handelt es sich um eine Bogenbrücke über die Staatsstraße 2166 Richtung Vilseck, die aus dem Jahre 1940 stammt. Sie ist so schadhaft, dass sie knapp vor der Sperrung liegt. Daher ist unverzüglicher Handlungsbedarf geboten. Auch die anderen beiden Gewölbebrücken über den Krumbach aus dem Jahre 1938 zeigen Schäden.

Bei den Sanierungsarbeiten soll die unfallträchtige Kreuzung - zwölf Mal krachte es innerhalb der vergangenen drei Jahre - entschärft werden. Bestandteile der Pläne sind eine zentrale Bushaltestelle mit Fahrradstellplatz vor. Mönlas wird von der B 85 abgetrennt. Das habe den Vorteil, dass kein Lastwagen mehr durch Mönlas oder Wegscheid in Richtung Vilseck fahren werde. Die Mönlaser bekommen einen Rad- und Fußweg entlang der B 85, um unter der Straßenbrücke zur Bushaltestelle zu gelangen. Dies sei die Lösung, bei der am wenigsten Fläche verbraucht wird. Nun müssten noch Gespräche mit den Eigentümern geführt werden, deren Grundstücke von den Planungen betroffen sind, ergänzte Bürgermeister Hans Koch.

Heuer noch sollen die Haushaltsmittel beantragt werden. Voraussetzung ist auch ein straßenrechtliches Planfeststellungsverfahren. So werden bis zum Baubeginn wohl noch einige Jahre ins Land gehen.

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