10.02.2020 - 09:05 Uhr
KönigsteinOberpfalz

VdK Königstein-Hirschbach informiert sich über Gefahren des Internets

"Cybercrime - Von Kostenfallen und Identitätsdiebstahl" heißt das Vortragsthema, das auf großes Interesse stößt.

von Externer BeitragProfil

Ortsvorsitzende Doris Lehnerer freute sich über Jugendliche, die in den Königsteiner Hof gekommen waren, um von Polizeihauptkommissar Joachim Iwanek von der Inspektion Auerbach über Gefahren des Internets aufgeklärt und sensibilisiert zu werden.

Zu Beginn führte der Polizeihauptkommissar Delikte wie Computerbetrug, Vermögensdelikte, Verherrlichung von Gewalt, Erpressung, Bedrohung oder Verletzung der Privatsphäre an, die einem Internet-Nutzer mit jedem "Online"-Gehen widerfahren können. Cyber-Kriminelle versuchen über unterschiedlichste Kanäle und ausgeklügelte Methoden, mit potenziellen Opfern in Kontakt zu treten, um sie zu schädigen. Manchmal genügt sogar der einfache Aufruf einer Internetseite mit einem gehackten Werbebanner, und schon ist der eigene Computer mit einem Schadprogramm infiziert und dadurch für Abzocker zugänglich.

Besonders junge Menschen seien wiederum von Cyber-Mobbing in den verschiedensten Formen wie Belästigung, Nötigung und Beleidigung betroffen. Beginnend mit einer Unterhaltung oder einem im "Spaß" verschickten Bild würden die Opfer dann zum Beispiel über Chat-Nachrichten, durch aggressive oder beleidigende Texte, dann kompromittierende Fotos oder Videos mit der Androhung, diese in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, unter Druck gesetzt. Jugendlichen sei es meist nicht bewusst, dass Cyber-Mobbing strafbar ist und dass es Rechte am eigenen Bild gibt: Ein Foto, das von einer anderen Person gemacht wurde, darf nicht ohne Zustimmung der aufgenommenen Person veröffentlicht werden.

Besonders wichtig sei es in solche Fällen, dass ein Vertrauensverhältnis der Kinder und Jugendlichen zu den Eltern herrsche, damit diese Delikte unverzüglich der Polizei gemeldet werden können.

Sollte man als Privatperson Opfer eines Cybercrime-Delikts sein, sei es wichtig, so schnell wie möglich Anzeige zu erstatten, denn jeglicher Zeitverzug helfe den Tätern. Wichtig sei außerdem, die Daten nicht zu löschen und auch den Täter nicht zu warnen. Infos und Hilfe finden Internetnutzer auf der Seite der Polizei Bayern und auch bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Neben zahlreichen Fallbeispielen sowie Sicherheitstipps zur Nutzung des Smartphones und Hot-Spots ging der Polizeihauptkommissar noch auf die Betrügereien mit dem "Enkeltrick" ein und sensibilisierte zum Thema Einbruchschutz.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.