23.01.2020 - 14:24 Uhr
Kötzersdorf bei KemnathOberpfalz

Von den Bergen zum Stammtisch im Himmel

"A guads neis Johr", wünschten sich die Volksmusikanten nachträglich noch, als sie sich zum ersten Wirtshaussingen in Kötzersdorf trafen. Monika Fink freute sich, dass so viele gekommen waren.

Monika Fink (vorne rechts) dankte den Volksmusikanten für ihre Beiträge. Alois Lippert (links daneben) war mit 92 Jahren der älteste Teilnehmer.
von Josef ZaglmannProfil

Mit den schmissigen Polkas "In den Bergen" und "Rosamunde" sorgten sie gleich für die richtige Stimmung. Da spielten auch der Schlagzeuger Rudi Hesl aus Irchenrieth und Werner Ponnath mit seiner Ratschn mit.

Die Akkordeonspieler Markus Schraml aus Immenreuth, Bruno Schraml aus Waldeck und Werner Matt trugen nicht nur Volksmusikstücke vor. Sie begleiteten auch die Volks- und Mundartlieder aus dem Liederbuch des Bezirks Oberpfalz, das Fink ausgeteilt hatte. Wunschlieder waren diesmal unter anderem "In der Fröih, wenn das Hahn macht ein Kraahrer", "Das Wandern ist des Müllers Lust", und "Ein Jäger aus Kurpfalz". Rudolf Fink (Steirische Harmonika) und Herbert Diesner (Gitarre) bewährten sich als einfühlsame Liedbegleiter.

Gstanzln aus dem Stegreif

Die Lieder "Jeder Tag ist ein Geschenk" und "Die Sterne am Himmel" stimmte Oswald Kopp aus Ramlesreuth an. Mit dem besinnlichen "Es ist alles nur geliehen" stellte sich Werner Heider vor. Er lud die Volksmusikfreunde zum Stammtisch "Freunde der Steirischen Harmonika" ein. Eine Stimmungskanone war wieder Ernst Bitterer. Nach dem Oberkrainer Erfolgshit "Hey Slavko, spiel uns eins" trug er lustige Schnaderhüpfln und Gstanzln vor. Die erfand er teilweise sogar aus dem Stegreif. Er begleitete auch Sänger Urban Reger bei "Nach meiner Heimat, da zieht's mich wieder" auf dem Akkordeon. Mit dem Walzer "Schön ist die Liebe im Hafen" leitete der Akkordeonspieler Manfred Döllinger eine gemütliche Schunkelrunde ein.

Harmonika zum Geburtstag

Dass Alois Lippert aus Tirschenreuth mit seinen 92 Jahren noch immer gut singen kann, bewies er bei "I hob an Bauernkastn". Dabei begleitete er sich selber auf seiner Steirischen Harmonika, die er sich selbst zum 65. Geburtstag geschenkt hat. "Das Musizieren ist mein Leben, das hält mich jung", versicherte er und kündigte für seinen nächsten Besuch die Mundartlieder "Wenn da Sunta kimmt" und "Wer koa Geld hot und is net schöi, dem wird's auf dieser Welt niat schöi" an.

Die weite Anreise aus Schmidgaden hatten Gerlinde und Richard Werner auf sich genommen "Leberkäs, o Schartnmong, warum könnts ihr eich net vertrong?", fragten sie. Der Elektrotechniker begleitete den Gesang seiner Frau (Sekretärin an der Grundschule Fensterbach) auf seiner Steirischen Harmonika. Natürlich warteten alle darauf, dass Monika Fink mit Sieglinde Wick und Roland Küffner einige ihrer Mundartlieder vortrug. Für das lustige "Flohlied", das Oberpfälzer Lied ("Mir Oberpfälzer hom an Stammtisch im Himmel" und dem Egerländerlied "Z' Dirngröi is schöi" bekamen die Kemnather Sängerinnen viel Beifall. Fink gab bekannt, dass sie die Spenden der Volksmusikfreunde in Höhe von 250 Euro bei der Weihnachtsfeier in Hessenreuth an die Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz-Nord übergeben hat. Mit einem Abschiedslied von Alois Lippert und den Volksstücken "Wahre Freundschaft soll nicht wanken" sowie "Im schönsten Wiesengrunde" klang das Wirtshaussingen aus. Gastwirt Bruno Busch hatte mit seinem Team bestens für das leibliche Wohl der Volksmusikfreunde gesorgt.

Ihr nächstes Treffen ist am Sonntag, 16. Februar, um 14 Uhr wieder im Landgasthof Busch in Kötzersdorf.

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